Die Sozialberatung im Urteil der SozialhilfebezügerInnen

Eine explorative Motivationsstudie zur Inanspruchnahme der Sozialberatung im Kontext der öffentlichen Sozialhilfe


ISBN-Nr.:
3-905596-50-4
Produkttyp:
Elektronisches Buch
Kategorie:
Lizentiatsarbeiten
Seitenzahl:
144
Erscheinungsjahr:
2000
Publikationsdatum:
04.06.2015
Verlag
Edition Soziothek
Kostenlos
Der Klassiker aus dem Jahr 2000 neu aufgelegt

Mit Bezugnahme auf die theoretischen Konzeptionen über das Arbeitsbündnis (Oevermann, 1996) und die Klientenmotivation (Deci & Ryan, 1985 u. 1987) wird in der vorliegenden explorativen Untersuchung die Frage geklärt, wie Klienten der Sozialhilfe ihre Motivation für ein Arbeitsbündnis mit ihrem zuständigen Sozialarbeiter auf dem Sozialamt beurteilen. Dazu wurden in der Stadt Bern 34 Sozialhilfebezüger mündlich befragt. 33 Datensätze wurden unter Zuhilfenahme des Statistikprogramms SPSS einer graphischen und statistischen Exploration zugeführt.

Die Resultate führten zu Hypothesen über die Sozialberatung aus der Nutzerperspektive: Die Sozialhilfebezüger beanspruchen die Sozialberatung extrinsisch motiviert, wobei die fremdbestimmten Handlungsvollzüge gleichzeitig auf einer substantiellen autonomen lnitiierung basieren. Dabei hängt die Güte und Nutzbarkeit des Beratungsangebots entscheidend ab vom freiwilligen Zugang, vom Beratungsstil, vom Belohnungsaspekt des Sozialhilfegelds sowie von Interesse und Hoffnung bezüglich der Beratung. Ausserdem scheint die rechtliche Transparenz auf den Sozialämtern die Beratung zu beeinflussen.
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