Führt der Weg des Coachings in die Sozialarbeit?

Zwei Beratungsformen im Kontrast


ISBN-Nr.:
978-3-03796-448-4
Produkttyp:
Elektronisches Buch
Kategorie:
Bachelor-Thesen (BSc)
Seitenzahl:
134
Erscheinungsjahr:
2012
Publikationsdatum:
15.01.2013
Schlagworte
Coaching, Methoden
Verlag
Edition Soziothek
Kostenlos
Coaching hat sich zu einem „Container-Begriff“ gewandelt und wird heutzutage inflationär für viele Beratungsformen verwendet (Uwe Böning, 2005, S. 33). Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit den Beratungsformen sozialarbeiterische Beratung sowie Coaching und zeigt Möglichkeiten und Grenzen von Coaching im sozialarbeiterischen Kontext auf.

Die Idee zur Thematik dieser Bachelorarbeit entstand durch die Recherche der Bachelorautorinnen, welche gezeigt hat, dass Coaching für die Soziale Arbeit aktuell rege diskutiert wird. Um einen Beitrag zur Professionalisierung ihrer Disziplin zu leisten, erachten es die Bachelorautorinnen als bedeutsam, sich an diesem aktuellen Diskurs zu beteiligen. Die Bachelorautorinnen stellen die beiden Beratungs-formen in Kontrast, um Gemeinsamkeiten und Differenzen festzuhalten. Diese Gegenüberstellung geschieht anhand differenter Merkmale und einer Verortung im Koordinatenmodell nach Daniel Kunz (2012).

Die Bachelorarbeit zeigt, dass Coaching im Feld Veränderung/Entwicklung durchaus eine Beratungsform für die Sozialarbeit darstellt. Denn gemein sind den beiden Beratungsformen die Zielintention „Hilfe zur Selbsthilfe“, die Adressaten/Adressatinnen mit Lebensschwierigkeiten sowie die Orientierungs-, Förderungs- und Unterstützungsfunktion. In den gesetzlichen Arbeitsfeldern hingegen kann nur beschränkt gecoacht werden. Einerseits bringt der Zwangskontext eine Unfreiwilligkeit mit sich, andererseits fokussieren sich Ziele, Funktionen und Aufgaben in diesem Feld vor allem auf die Kontrolle. Für die Bachelorautorinnen schliessen sich die Aspekte „Unfreiwilligkeit“ und „Veränderungswille“ jedoch nicht aus, weshalb sie Potenzial für ein Coaching im Zwangskontext sehen. Bei einer professionellen Anwendung und dem Respektieren der Grenzen im Zwangskontext kann Sozialarbeit von der Popularität des Coachings profitieren. Zum einen vergrössert sie ihr Methodenrepertoire, zum anderen kann sie konkret an der Professionalisierung von Coaching mitwirken, was sich wiederum positiv auf die eigene Professionalisierung auswirkt.
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