| Programm | Seite 9 |
Lehrerbefragung |
In dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen, wie sich die Früherkennung von suizidgefährdeten Jugendlichen durch die Mittelschullehrer gestaltet.
Zur Bearbeitung der Thematik werden Theorien der Suizidalität, der Adoleszenz und der Prävention sowie die rechtlichen Grundlagen der Suizidprävention des Kantons Bern beleuchtet.
Aus den Erkenntnissen des Theorieteils und den Ergebnissen qualitativer Interviews zeigt sich, dass die Suizidalitätsproblematik die Mittelschule betrifft. Im Schulalltag sind entsprechende Vorgehensweisen und Massnahmen jedoch nicht klar geregelt. Abschliessend werden mögliche Lösungsansätze diskutiert und Empfehlungen abgegeben.
Prävention durch betriebliche Sozialarbeit |
Mobbing und seine Auswirkungen, ein Thema mit dem schon viele Arbeitstätige in irgendeiner Weise konfrontiert wurden. Aber wie kann Mobbing entstehen? Diese Arbeit hat zum Ziel, aus Sicht der betrieblichen Sozialarbeit präventive Massnahmen aufzuzeigen, mit denen Mobbing in Arbeitsorganisationen vermindert werden kann.
Schwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit Bedingungen in Arbeitsorganisationen, die zu Mobbing führen können. Aus den gewonnenen Erkenntnissen werden Handlungsansätze für die betriebliche Sozialarbeit in grossen Systemen abgeleitet. Dazu dienen die Systemtheorie, die Theorie der Gruppendynamik und die Konflikttheorie.
Zur Veranschaulichung beziehen sich die Autorinnen während der Arbeit immer wieder auf zwei Fallbeispiele.
Frau und Beruf |
!!! Vergriffen !!!
erfolgreiche Sozialisation Jugendlicher |
In dieser Arbeit wurden die Gerichtsakten von 153 Minderjährigen ausgewertet, deren Straf- und Massnahmenvollzugsverfahren am Jugendgericht Emmental-Oberaargau in den Jahren 1997 bis 2001 abgeschlossenen wurde.
Die Autorin fasst in einem ersten Teil Ursachen der Jugenddelinquenz, Grundzüge des Jugendstrafrechts und Prävalenz der Jugenddelinquenz zusammen. Im zweiten Teil werden die Resultate der Auswertung der Gerichtsakten dargelegt und diskutiert.
Die Auswertung zeigt unter anderem, dass bei Vollzugsabschluss 80% der Minderjährigen erfolgreich sozialisiert sind. Auch kann klar nachgewiesen werden, dass deutliche Zusammenhänge bestehen zwischen der Situation der Minderjährigen, Art der Delinquenz und Art der Sanktion.
In den Schlussfolgerungen gibt die Autorin Empfehlungen für die Prävention der Jugenddelinquenz sowie für weiterführende Studien.
Kaffee, Bananen und Jute |
Die Arbeit befasst sich mit der Geschichte des Fairen Handels als Teilbewegung der Dritte-Welt-Bewegung in der Schweiz von 1973-1990.
Anhand der drei wichtigsten Produkte Kaffee, Bananen und Jute wird die Entwicklung historisch und quellennah verfolgt. Dabei liegt der Fokus der Untersuchung auf den Kundeninformationen für die kritischen Konsumenten, die anhand der Produkte für den ungerechten Welthandel und die wirtschaftliche Abhängigkeit der Dritten Welt sensibilisiert wurden.
Der Autor zeigt auf, wie diese Konsumentenaktionen in einer schweizerischen Öffentlichkeit innerhalb des Blockdenkens des Kalten Krieges wahrgenommen wurden und beweist so dessen Wirkungsmacht im ´neutralen´ Kleinstaat.
Die Studie richtet sich an historisch Interessierte und Aktive in der Entwicklungspolitik und Solidaritätsarbeit und leistet zugleich einen Beitrag zur Erforschung der schweizerischen Zeitgeschichte.
Handlungsinstrument |
Die konstant steigende Zahl von jungen Sozialhilfebezügerinnen und Sozialhilfebezügern stellt die Sozialhilfe vor eine neue Herausforderung. Die SKOS antwortet mit einer neuen Praxishilfe, welche von den Autorinnen am Beispiel des Kantons Zug analysiert wird.
Sie befassen sich vorgängig mit der Situation junger Erwachsener, wie sie die Literatur beschreibt und stellen die Problemlagen dar, mit denen die Zuger Sozialhilfepraxis konfrontiert ist. Aufgrund von Erkenntnissen aus der Verknüpfung von Theorie und Praxis beurteilen sie schliesslich die neuen Handlungsinstrumente auf ihre Adäquanz für die Sozialhilfepraxis hin und fassen ihre Folgerungen in Form von Handlungsvorschlägen zusammen.
Besuchsrechtssituation |
In 66,6 % aller Scheidungen (2002) wurde den Vätern das Sorgerecht entzogen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Fragen, wie die Besuchsrechtssituation für Väter aussieht, und was ihnen hilft, einen guten Kontakt zu ihren Kindern aufrecht zu erhalten.
In einer landesweit einmaligen Befragung haben 77 Väter über ihre Situation Auskunft gegeben. Die Ergebnisse sind sorgfältig ausgewertet und anhand von Grafiken und persönlichen Statements veranschaulicht.
Die Arbeit richtet sich sowohl an Fachpersonen wie auch an Väter.
In einem ersten Teil wird die psychologische und die rechtliche Situation übersichtlich erläutert. Nach der Auswertung der Umfrageergebnisse liefert der dritte Teil praktische Informationen, weiterführende Literatur und die detaillierten Ergebnisse der Umfrage.
von der Fremd- zur Selbstbestimmung |
Die Diplomarbeit befasst sich mit hirnverletzten Menschen und vermittelt Hintergrundwissen und Anregungen für professionelle Helfer.
Die Autorinnen zeigen auf, wie sehr hirnverletzte Menschen in ihrem Alltag beeinträchtigt sein können. Theoretische Bezüge zum Wohnen, zur Selbstbestimmung und zur Nutzerforschung sowie Leitfadeninterviews mit Betroffenen verdeutlichen den hohen Stellenwert und Nutzen einer lebenswelt- und subjektorientierten Begleitung, die sich an Grundsätzen des Empowerment und des normalisierten Lebens orientiert. Das Angebot der Fragile Suisse repräsentiert den in der Schweiz noch zaghaft umgesetzten behindertenpolitischen Paradigmenwechsel von der Fremd- zur Selbstbestimmung behinderter Menschen.
Ein Werkzeugkoffer |
Die Autorinnen beschäftigen sich mit den Fragen nach den Folgen der Co-Abhängigkeit in alkoholbelasteten Familiensystemen. Dabei stellen sie die erschwerten Lebensbedingungen der Kinder ins Zentrum.
Durch wissenschaftliche Recherchen und Aussagen co-abhängiger Kinder wird aufgezeigt, dass jedes Familienmitglied innerhalb einer Alkoholfamilie Rollen und Funktionen übernimmt und Überlebensstrategien entwickelt. Diese sind erkennbar und sehr entscheidend für die persönliche, seelische und emotionale Entwicklung der Betroffenen.
Die Autorinnen bieten einen Werkzeugkoffer für die Praxis für SozialarbeiterInnen und andere Personen an, die mit betroffenen Kindern und Familien in Berührung kommen. Er enthält elementare Handlungsansätze für eine konstruktive Zusammenarbeit mit alkoholabhängigen Systemen.
Sensibilisierung |
... zur Information, Sensibilisierung und Qualifizierung hinsichtlich verbesserter beruflicher Integration von Menschen mit einer Körper- und / oder Sinnesschädigung in den primären Arbeitsmarkt der Schweiz.
Die berufliche Integration von Menschen mit einer Körper- und / oder Sinnesschädigung in den primären Arbeitsmarkt kann in der Schweiz bis heute als ungenügend bezeichnet werden.
Der Umstand, dass primär ihre sicht- und wahrnehmbaren Abweichungen als Defizite und Behinderungen interpretiert werden, wirkt sich für viele erst behinderungskonstituierend aus.
Ein Ausgang aus solch defizitorientierter Wahrnehmung sowie eine gelingendere Integration der Betroffenen in möglichst viele Lebensbereiche und Funktionssysteme der Gesellschaft scheint nur möglich, wenn alle am Prozess der beruflichen Integration Beteiligten durch umfassende Information, Sensibilisierung und Qualifizierung zu einem adäquateren sozialen Umgang mit Betroffenen finden.
In der vorliegenden Arbeit werden modellhaft mögliche Beiträge einer Fachhochschule zu solchen Integrationsanstrengungen entwickelt und im System der Massnahmen zur beruflichen Integration verortet.
Sektenaustritt |
Kinder in Sekten wachsen in einem Werte- und Normensystem auf, das von demjenigen unserer Gesellschaft abweicht. Deshalb wird in dieser Diplomarbeit folgender Fragestellung nachgegangen:
"Geraten Personen, die in einer Sekte aufgewachsen sind, nach dem Austritt aus der Sekte in soziale Problemlagen, die in den Tätigkeitsbereich der Sozialarbeit fallen?"
Um die Fragestellung beantworten zu können, werden die Erziehungsmodelle der beiden Sekten Scientology und Zeugen Jehovas näher betrachtet und ein Interview mit einer Expertin aus der Praxis durchgeführt. Anhand des Vergleichs von Theorie und Praxis wird ersichtlich, dass nach einem Sektenaustritt vor allem in den Bereichen "Erziehung/Betreuung", "soziales Umfeld" und "Finanzen" Schwierigkeiten auftreten.
professionelle Handlungsansätze |
Immer mehr Jugendliche haben Schulden, sind verschuldet oder sogar überschuldet.
Die Arbeit geht der Frage nach, welche Interventionsmöglichkeiten Soziokulturelle Animatoren und Animatorinnen haben, um der zunehmenden Jugendverschuldung entgegenzuwirken.
Anhand von Literaturrecherche und Situationsanalyse greifen die Autoren die komplexen Hintergründe der
Jugendverschuldung auf, gehen auf rechtliche Aspekte eine und stellen die aktuelle Situation in der Schweiz dar. Die anschliessende Verknüpfung der Situation mit den theoretischen Grundlagen der soziokulturellen Animation und der Prävention führt zu einer Darstellung von möglichen professionellen Handlungsansätzen.
strukturelle Bedingungen |
Die Arbeit geht den Fragen nach, welche Aufgabenfelder die BSB umfasst bzw. wie die strukturellen Bedingungen einer Organisation die Aufgabenfelder und Handlungsmöglichkeiten der BSB beeinflussen.
Die exemplarische Untersuchung bestätigt, dass die Allzuständigkeit und Interdisziplinarität, die der Sozialen Arbeit inne liegen, in den vielfältigen Aufgaben der BSB zum Ausdruck kommen. Weiter wird deutlich, dass sich die BSB mit den strukturellen Bedingungen der Organisation auseinandersetzen muss, um ihren Handlungsspielraum und die Einflussmöglichkeiten auf das Unternehmen nutzen zu können. Dabei hat die Legitimation der BSB innerhalb ihres Unternehmens eine wichtige Bedeutung
Entlegitimation der Schule? |
Woraus legitimiert sich die Schulsozialarbeit? Die vorliegende Arbeit untersucht Zusammenhänge zwischen der Entlegitimation der Schule und der Einführung von Schulsozialarbeit. Sie expliziert den Druck äusserer Spannungen auf Schulen und den in ihnen tätigen individuellen Akteure.
Die empirische Untersuchung dazu, wie sich ausgelesene Theorien in der Praxis von Schulsozialarbeit umsetzen lassen, zeigt die Dringlichkeit der Förderung realer Partizipationschancen in der Gesellschaft. Es braucht Integrationsleistungen durch soziale Interaktion, Komplexitätstoleranz und Tragfähigkeit von Beziehungen. Damit kann einer Latenthaltung von (destruktivem) Unbewusstem, respektive Selbst- und Fremdschädigung oder Rebellion vorgebeugt werden.
Effizientz und Effektivität |
Die Ausgaben im sozialen Bereich steigen von Jahr zu Jahr. Gleichzeitig verknappen sich die finanziellen Ressourcen und der Spardruck steigt. Mehr Effizienz und Effektivität wird von allen Seiten gefordert. Soziale Arbeit soll messbar sein und den Einsatz ihrer Mittel legitimieren. Eine Möglichkeit, dieser Herausforderung zu begegnen, sehen die Autorinnen im Qualitätsmanagement.
Das Thema wird anhand des Leitfadens einer Jugend- und Familienberatung auf exemplarische und praxisnahe Art beleuchtet. Auf den Leitfaden angewandte Analyseraster dienen als Instrument, Elemente der beiden QM-Modelle DIN EN ISO 9001 und EFQM for Excellence aufzuspüren und zu benennen.
In der Auswertung der Analyse wird aufgezeigt, dass bereits viele Elemente von Qualitätsmanagement im Leitfaden zu finden sind. Dies macht die Analyseraster auch für andere Organisationen interessant, da sie konkret und praxisbezogen anwendbar sind.
Cabarettänzerinnen |
!!! Vergriffen !!!
Führungsalltag im Heim |
Als Sozialpädagoge und Heimleiter reflektiert der Autor seinen Führungsalltag, insbesondere die Auseinandersetzung mit ´Coaching und Führung´. Es ist ihm gelungen, systematisch die zahlreichen komplexen Aspekte der Thematik aufzuzeigen.
Das Erkenntnisinteresse richtet sich auf die erschwerten Bedingungen, die entstehen, wenn der Vorgesetzte und der Coach dieselbe Person ist. Diese Problematik wird genau erläutert und analysiert.
In der Schlussfolgerung werden die positiven Strategien, die der Ansatz ´Der Heimleiter als Coach´ ermöglicht, näher erläutert.
Einige treffende Cartoons von Pfuschi sind mehr als eine Auflockerung zu dieser Thematik.
Gerechtigkeit und Moral |
... moralisch inspirierten Kasuistik von Hans Thiersch
Die Arbeit greift das Thema Gerechtigkeit in der Liberalismus-Kommunitarismus-Debatte auf. Sie stellt die Theorien von John Rawls und Michael Walzer einander gegenüber und fragt nach deren Einfluss auf das Konzept der moralisch inspirierten Kasuistik von Hans Thiersch.
Bei dieser Gegenüberstellung werden das Menschenbild, das Gesellschaftsverständnis sowie die Rolle des Staates und seiner Institutionen betrachtet. Die Autorin stellt fest, dass sich das Gerechtigkeitsverständnis von Walzer besser mit demjenigen von Thiersch vereinbaren lässt. Zudem zeigt sie auf, dass auch in anderen aktuellen Theorien der Sozialen Arbeit interessante Parallelen zu Walzers Theorie erkannt werden können.
Jugendsexualität |
Jugendliche werden im medial geprägten Alltag gewollt und ungewollt mit sexuellen Medieninhalten konfrontiert. Was sind Chancen und Gefahren sexueller Medieninhalte für Jugendliche?
Die Literaturarbeit umfasst Studien zu Jugendsexualität, Mediennutzung, -wirkungsforschung und -inhaltsanalysen. Aspekte zum Jugendmedienschutz und Experteninterviews runden die Arbeit ab.
Der fast unbeschränkte Zugang zu sexuellen Inhalten kann bei fehlenden Ressourcen oder realen Erfahrungsmöglichkeiten von Jugendlichen problematisch werden. Die Herausforderung, Jugendliche im Medienumgang zu unterstützen, wird optimalerweise von Eltern, Schule, Gesetzgebung und Professionellen der Sozialen Arbeit gemeinsam angegangen.
Chancengleichheit? |
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Armutslagen im Vorschulalter die Bildungschancen von Kindern beeinflussen.
Das Thema wird anhand von Literaturstudien bearbeitet. Es geht aus dieser Arbeit deutlich hervor, dass unter bestimmten Voraussetzungen die Auswirkungen von Armutslagen auf die Bildungschancen erheblich sind.
Zudem wird aufgezeigt, dass die häufig geforderte Chancengleichheit auf Ungleichheit beruht und nicht zur Verbesserung der Bildungschancen von Kindern in Armutslagen beiträgt.
Die Autorin kommt zum Schluss, dass alle Verantwortlichen der soziale Wohlfahrt von Kindern zur Lösung des sozialen Problems einbezogen werden müssen, und sie legt dar, welche Herausforderungen sich dabei für die Soziale Arbeit stellen.
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