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steigende Belastung und Reformbedarf |
Die AutorInnen stellen sich die Frage nach den Hintergründen der steigenden Armut in der Schweiz, welche eine zunehmende Belastung der Sozialhilfe zur Folge hat. Sie fragen sich, welche Auswirkungen diese stärkere Belastung der Sozialhilfe auf deren Arbeitsweise hat und wie sich dieser Belastung entgegen wirken liesse.
Anhand theoretischer Bezüge und durch das Aufgreifen von Meinungen und Lösungsvorschlägen, die zurzeit in der Sozialarbeit wie auch in der Politik diskutiert werden, wird diesen Fragen nachgegangen. Deutlich wird dabei, dass die Situation in der Sozialhilfe im Zusammenhang mit der steigenden Belastung des gesamten sozialen Sicherungssystems betrachtet werden muss und Reformbedarf weit über die Sozialhilfe als spezifisches Arbeitsfeld hinaus besteht.
Integrationsfunktion der Sozialhilfe |
Der Übergang von der Schule in die Erwerbsarbeit verbirgt ein Armutsrisiko. Die qualitative Feldforschung geht der Frage nach, welche Handlungsstrategien Sozialhilfe beziehende junge Erwachsene entwickeln, die eine existenzsichernde Arbeit suchen. Sie ist in Bezugstheorien eingebettet, welche die Begriffe Armut, junge Erwachsene, Übergang, soziales Milieu und Habitus diskutieren.
Der Forschungsprozess orientiert sich an der verstehenden Erhebungsmethode und der reflexiven Wissenschaftstheorie Pierre Bourdieus. Die Daten basieren auf 7 Interviews in Biel.
Die Arbeit vermittelt ein Verständnis für die Befindlichkeit von jungen Erwachsenen in ihrer Suche nach Zugang zum Arbeitsmarkt. Es werden Möglichkeiten und Grenzen der Sozialhilfe bezüglich ihrer gesellschaftlichen Integrationsfunktion diskutiert.
Schulsozialarbeit / offene Jugendarbeit |
Jugendliche und Neue Medien - ein Thema, das die öffentliche Diskussion in letzter Zeit stark beschäftigt. Es vergeht kaum eine Woche, in der wir nicht von Schlagzeilen aufgeschreckt werden, wie z.B.: "Pornos auf dem Schüler-Handy", "Handy als Tatwerkzeug", "Gewalt auf dem Schulhof", "Täter haben Internet-Anschluss", etc. Verunsicherte Eltern füllen die abendlichen Informationsveranstaltungen, wenn es um Handys und Internet geht.
Die vorliegende Arbeit befasst sich am Beispiel von zwei Berufsfeldern (der Schulsozialarbeit und der offenen Jugendarbeit) näher mit den Möglichkeiten, Grenzen und Herausforderung der Neuen Medien
Handlungs- und Begründungsautonomie |
Im Zentrum dieser Literaturarbeit steht die kritische Betrachtung wohlfahrtsstaatlicher Aktivierungsstrategien. Aufbauend auf einer kurzen geschichtlichen Darstellung des Umgangs mit Armut und einer Beschreibung von Funktion und Wertefundament wohlfahrtsstaatlichen Handelns wird der Kern des aktuellen Aktivierungsdiskurses in kritischer Weise beleuchtet. Im Weiteren werden mögliche Konflikte zwischen wohlfahrtsstaatlichen Aktivierungsstrategien und professioneller Sozialer Arbeit herausgearbeitet. Dabei weist der Autor auf die zentrale Bedeutung der Handlungs- und Begründungsautonomie der Profession Soziale Arbeit hin, die er aktuell aus verschiedenen Richtungen bedroht sieht.
Abstract (pdf)Was ist 'Soziale Qualität'? |
Soziale Qualität zeichnet sich dadurch aus, dass sie kaum in Standards gefasst werden kann. Vielmehr muss von einer individualisierten und wertbesetzten Qualität gesprochen werden. Die Autoren befassen sich mit der Frage, was sich hinter dem Wertkomplex ´Soziale Qualität´ verbirgt.
Die Fragestellung bezieht ihre Relevanz aus der Qualitätsdiskussion sowie aus der spezifischen Problematik, der sich die Debatte gerade im Bereich der ´Non-Profit-Arbeit´ mit Menschen stellen muss.
Die Arbeit vermittelt den Qualitätsbegriff und stellt ein Verständnis her, das für die Auseinandersetzung mit Qualität im Kontext der Sozialen Arbeit unverzichtbar ist. Für die sozialbereichsspezifische Diskussion wird Qualität im sozialen Bereich an sechs Teilwerte angebunden, die eine sorgfältige Erläuterung erfahren. Diese Teilwerte werden in einem weiteren Schritt zueinander in Beziehung gestellt und zeigen die Komplexität der unterschiedlichen Qualitätsaspekte auf.
frauenliebende junge Frauen |
Die empirische Untersuchung befasst sich mit der Lebenssituation junger lesbischer und bisexueller Frauen im Alter von 15 bis 21 Jahren.
Mittels qualitativer Interviews wurde erstmals für die deutschsprachige Schweiz die Lebenssituation junger frauenliebender Frauen erforscht. Die Befragten bewältigen die Herausforderungen ihres Coming Outs meist aktiv, den Beziehungsalltag in ihren Partnerinnenschaften gestalten sie kreativ. In ihrer sonstigen Lebenssituation unterscheiden sie sich kaum von gleichaltrigen jungen Frauen.
Die Autorin vermittelt Hintergrundwissen und zeigt Handlungsspielräume auf für die Beratung und Begleitung von jungen frauenliebenden Frauen, ihren Eltern, LehrerInnen und Peers.
fachliche Legitimation |
Die vorliegende Arbeit befasst sich anhand einer Literaturanalyse mit der Kinder- und Jugendpolitik in der Schweiz, den zivilrechtlichen Grundlagen des Kindesschutzes und im Schwerpunkt mit ausgewählten Theorieansätzen der Sozialen Arbeit. Dabei werden die Funktionen, Zielsetzungen und fachliche Legitimation der Sozialen Arbeit im zivilrechtlichen Kindesschutz erarbeitet.
Nach der Beschreibung der Grundlagen werden diese auf die Fragestellung hin vernetzt und praxisbezogen abgeleitet.
Die Autorinnen benennen und begründen fundiert die Bedeutung der Sozialen Arbeit im Kindesschutz.
Die Studie richtet sich an Interessierte und im Kindesschutz Tätige.
Fallbeispiel |
!!! Vergriffen !!!
Beruflicher Wiedereinstieg |
Durch eine Untersuchung der Fachliteratur zur Alleinerziehendenforschung werden Hintergründe und Ursachen von Frauenarmut aufgezeigt und die Frage beantwortet, welche Bedürfnisse und Schwierigkeiten sich für allein erziehende Sozialhilfeempfängerinnen hinsichtlich der Sozialhilfeunterstützung und dem beruflichen Wiedereinstieg ergeben.
In einem zweiten Teil wird in der Praxis der Frage nachgegangen, welche Möglichkeiten Sozialarbeitende öffentlicher Sozialdienste haben, um allein erziehende Frauen beim beruflichen Wiedereinstieg zu unterstützen und welche Ressourcen hierfür durch die interinstitutionelle Zusammenarbeit erschlossen werden können.
In den Schlussfolgerungen legt die Autorin detaillierte Empfehlungen vor, die sich an Sozialarbeitende öffentlicher Sozialdienste richten und formuliert darauf aufbauend pointierte sozialpolitische Forderungen.
interdisziplinäre Orientierung |
Die im vorliegenden Band versammelten Beiträge präsentieren Sichtweisen und Zugangsmöglichkeiten zum Thema Sprachentwicklung fremdsprachiger Kinder auf dem Hintergrund einer interdisziplinären Orientierung. Es werden die besonderen Arbeitsbedingungen eines Heilpädagogischen Dienstes aufgezeigt, die dazu führten, sich ausführlicher mit dem Thema Sprachentwicklung fremdsprachiger Kinder zu beschäftigen. Die Beiträge thematisieren transkulturelle Aspekte im Kontext der logopädischen Arbeit und der Beratung von Migrantenfamilien mit Kindern im Früh- und im Vorschulbereich. Im Weiteren werden entwicklungsneurologische Erkenntnisse hinsichtlich von Sprachentwicklungsauffälligkeiten bei fremdsprachigen und mehrsprachig aufwachsenden Kindern vorgestellt, sowie psycho-, sozio- und neurolinguistische Überlegungen zu den komplexen lebensweltlichen Bezügen, in denen fremdsprachige Kinder mit einer Sprachentwicklungsverzögerung normalerweise aufwachsen.
Mit Beiträgen von: Gabriele Edelmann, Alice Kistler, Karl Mutter, Hannah Rajakumar-Labusch, Anna Ritter, Peter Weber und Daniela Zappatore
geschlechterspezifische Ansätze |
Die Praxis der Jugendarbeit erreicht erwiesenermassen mehrheitlich männliche Jugendliche. Geschlechtsspezifische Ansätze haben zum Ziel, Mädchen stärker an den Angeboten der Jugendarbeit zu beteiligen.
Ausgehend von einer Anfrage aus der Praxis befassen sich die Autorinnen mit den Sichtweisen von Mädchen bezüglich geschlechtsspezifischer Angebote der Jugendarbeit in ihrem Stadtteil.
Der Theorieteil der Arbeit setzt sich mit den Themen Jugend, Geschlechterforschung, weibliche Sozialisation und Mädchenarbeit auseinander. Im empirischen Teil wird die Mädchenperspektive unter einem subjektorientierten Forschungsansatz in acht episodischen Interviews erhoben.
Die Autorinnen zeigen auf, dass der Zugang zu Mädchenangeboten innerhalb gemischter Jugendarbeit für die Mädchen mit Ambivalenzen verbunden ist. Lebensweltorientierte Jugendarbeit muss deshalb reflektieren, wie sie ihre Angebote strukturieren kann, damit sich Mädchen stärker darin einbringen können.
erlernte Hilflosigkeit |
Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen Betreuungsarten und Hospitalismus.
Die Autorin befasst sich mit den folgenden Forschungsfragen: Was ist und wie entsteht Hospitalismus? Wie kann Hospitalismus vermindert/überwunden werden? Wie lassen sich diese Erkenntnisse auf die praktische Betreuungsarbeit anwenden?
Sie vergleicht zwei Organisationen miteinander im Hinblick auf Ähnlichkeit und Verschiedenartigkeit der Arbeitsmethoden und der Resultate.
In der Arbeit wird aufgezeigt, dass Hospitalismus grossenteils durch erlernte Hilflosigkeit und negative Attribution zustande kommt
narrative Gesprächsführung |
Diese Arbeit prüft die Relevanz einer biographischen Orientierung für die Soziale Arbeit.
Anhand von Literaturstudien wird diskutiert, inwiefern Erkenntnisse und Verfahren aus der Biographieforschung, z.B. die narrative Gesprächsführung, für die soziale Praxis von Nutzen sein können.
In den vielfältigen Methoden der Biographiearbeit wird von der erzählten und erinnerten Lebensgeschichte ausgegangen. Ziel ist es, biographische Lernprozesse anzuregen, Orientierung und Identität zu finden.
Die Autorin zeigt auf, dass Biographiearbeit auch in der Sozialen Arbeit eine hilfreiche Methode sein kann, wenn wir ihre Voraussetzungen und Grenzen beachten. Es werden Anregungen für die Praxis vermittelt, z.B. für die Arbeit mit alten Menschen und Pflegekindern.
Sexueller Missbrauch |
!!! Vergriffen !!!
gesellschaftlicher Wandel |
...in ausgewählten systemisch-konstruktivistischen und -menschenrechtsorientierten Theorieansätzen
Diese Literaturstudie untersucht die Frage, wie sich Soziale Arbeit heute – in ihrem Selbstverständnis – im Spannungsfeld von Systemstabilisierung und Innovation positioniert.
Die Fragestellung wird in einen historischen Zusammenhang gestellt und aus drei systemtheoretischen Ansätzen (Heiko Kleve, Silvia Staub-Bernasconi und Niklaus Sidler) untersucht. Aus der Gegenüberstellung der drei Theorieansätze werden die Möglichkeiten und Grenzen des Innovationspotenzials aktueller Sozialer Arbeit deutlich.
Jenseits von Resignation und Utopie eröffnet die Studie eine realistische Hoffnung auf gesellschaftliche Veränderung für Fachkräfte, die den gesamtgesellschaftlichen Wandel mitgestalten wollen
Kind und Scheidung |
Die vorliegende Arbeit ist nicht nur für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter gedacht, sondern für alle Personen, die den Auftrag erhalten, ein Kind anzuhören. Die Autorinnen haben die Thematik „Anhörung des Kindes“ aus der Sicht verschiedener Disziplinen beleuchtet. Sie beginnt bei der Gesetzesänderung, beschreibt, was Kindeswohl bedeutet, macht einen Exkurs in die Entwicklungspsychologie und in die Bedeutung von Bindung zwischen Eltern und Kind und zeigt anhand eines Phasenmodells die Folgen einer Scheidung für das Kind sowie die daraus entstehenden Reaktionen auf. Im dritten Teil gibt die Arbeit Antworten auf Fragen der Durchführung, der Auftragserteilung an eine Drittperson, der Protokollierung sowie der Zusammenarbeit verschiedener Stellen.
Selbstkonzeptforschung |
Diese Literaturarbeit erforscht das Konstrukt der Selbstverwirklichung in der Psychologie.
Die Diskussion zentraler Theorien zum Thema zeiget auf, dass Selbstverwirklichung einerseits als psychischen Prozess, andererseits als Ziel und Auswirkung einer psychischen Entwicklung definiert wird.
In einem zweiten Teil verbindet die Autorin die Selbstverwirklichung mit der heutigen Selbstkonzeptforschung, um das aktuelle Thema anhand eines Arbeitsmodells empirischen Forschungen zugänglich zu machen.
Die Arbeit vermittelt Hintergrundswissen und Anregungen für beraterisch und psychotherapeutisch arbeitende Menschen, und zeigt Stärken aber auch Grenzen der oftmals impliziten Forderung nach Selbstverwirklichung auf.
Kindesmisshandlung |
!!! Vergriffen !!!
Hintergrundwissen |
Die Autorin beleuchtet die Dynamik gesellschaftlicher Modernisierungsprozesse und ihre Auswirkungen auf die Lebenslagen von jungen Frauen in der Adoleszenz. Das Thema wird anhand des Beispiels Suizidalität abgehandelt.
Die Ergebnisse der Literaturstudie zeigen, dass die Ambivalenzen in den Lebensentwürfen junger Frauen Ausdruck gesellschaftlicher Widersprüche sind. In diesem Spannungsfeld von Gleichheitsansprüchen und Ungleichheitserfahrungen wird Suizidalität als Reaktionsform auf widersprüchliche Lebensbedingungen interpretiert.
Die Arbeit vermittelt Hintergrundwissen und Empfehlungen für Beraterinnen in der Arbeit mit jungen Frauen in der Adoleszenz.
Analyse, Vorschläge und Forderungen |
Durch die ungeregelte gesetzliche Situation leiden papierlose Immigrantinnen unter zahlreichen Stressbedingungen. Die vorliegende Studie gibt anhand problembezogener Einzelinterviews Einblick in die Lebenssituation der betroffenen Frauen. Es werden die Probleme bezüglich Unterkunft und Arbeitssituation, die Diskriminierung, eingeschränkte Handlungsfreiheit und Angst vor der Ausschaffung aufgezeigt. Die vielfältigen Bewältigungsmuster, mit welchen die papierlosen Immigrantinnen diesen Stressoren begegnen, werden beleuchtet. Weiter wird der Frage nachgegangen, inwieweit und auf welche Weise diese Personengruppe in die ansässige Gesellschaft integriert ist.
Neben dem qualitativen Forschungsteil findet sich in diesem Band eine ausführliche Analyse der rechtlichen Situation. Es werden Vorschläge für ein breiteres angemessenes Hilfsangebot, sowie Forderungen nach konkreten sozialen, politischen und rechtlichen Massnahmen abgeleitet.
Programm-Übersicht
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