| Programm | Seite 12 |
Menschenrechtsbildung |
Der Praxisforschungsbericht beschreibt die konzeptionelle und praktische Umsetzung von Ansätzen der internationalen sozialwissenschaftlichen Forschung über Männlichkeiten in den Alltag der (interkulturellen) geschlechtssensiblen Gewaltprävention. Er umfasst eine Auseinandersetzung mit dem Konzept der "Ehre", stellt den Einstieg in eine alltagsnahe Menschenrechtsbildung sowie die Methode der Produktion theoriegestützter Weiterspielvideos vor. Die inhaltliche Beschreibung der Weiterspielszenen ermöglicht und erleichtert Praktikern "vor Ort" den Einstieg in ähnliche medienpädagogische Vorhaben.
Die Studie richtet sich an SozialpädagogInnen, MedienpädagogInnen, Lehrkräfte und SozialwissenschaftlerInnen, die sich mit geschlechtssensibler Gewaltprävention, Männlichkeitsforschung und Menschenrechtsbildung in Theorie und Praxis beschäftigen.
Medien und Entwicklung |
In der Schweiz gibt es mehrere hundert NGOs. Allein im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe sind über 200 private Hilfswerke tätig. Die Entwicklungszusammenarbeit ist dank der breiten Verankerung in der Bevölkerung einer der wenigen «erfolgreichen» Bereiche der schweizerischen Aussenpolitik. Diese Verankerung ist vor allem auf die Öffentlichkeitsarbeit der Entwicklungsorganisationen zurückzuführen, leisten doch die öffentlichen Stellen nur in sehr geringem Umfang Öffentlichkeitsarbeit.
Die Stärken der vorliegenden Arbeit liegen vor allem darin, dass der Autor eine ausserordentlich breite Palette an wissenschaftlicher und grauer Literatur gesichtet und ausgewertet hat. Die Schrift weist zudem eine gute Gliederung auf und liest sich sehr gut. Dem Autor ist es gelungen, einerseits einen ausgezeichneten Überblick zumThema zu schaffen, andererseits Stärken und Schwächen der Öffentlichkeits- und Pressearbeit der Entwicklungsarbeit herauszuarbeiten.
Pro Senectute St. Gallen |
Die Arbeit befasst sich mit dem Altern in der Arbeitsgesellschaft und möglichen Arbeitsfeldern der Sozialarbeit im professionellen Umgang mit älteren Menschen.
Anhand aktueller Fachliteratur wird das Thema Alter(n), welches in den kommenden Jahrzehnten in seiner sozialen Relevanz noch weiter an Bedeutung gewinnen wird, dargestellt. Wichtige Alter(n)stheorien und -modelle werden präsentiert, Fragen zum Ruhestand als Schnittstelle zum Alter behandelt und spezifische Probleme wie auch Ressourcen im Alter aufgezeigt.
Die Autorin stellt abschliessend verschiedene spezifische Interventionsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit im Umgang mit älteren Menschen vor und nimmt konkret Bezug auf das regionale Angebot von Pro Senectute St.Gallen.
Anforderungen an ein Beratungskonzept |
Die Arbeit befasst sich mit Gewalt in lesbischen Beziehungen.
Die gesellschaftliche Situation von Lesben insbesondere aber auch die spezifische Situation von gewaltbetroffenen lesbischen Frauen wird gründlich analysiert. Die Autorin verknüpft internationale Forschungsergebnisse bezüglich Häufigkeit, Ausmass und Folgen mit Erfahrungsberichten professioneller Beraterinnen.
Sie entwickelt schlussfolgernd einen Überblick zum spezifischen Unterstützungsbedarf betroffener lesbischer Frauen. Dieser kann sowohl Fachpersonen als auch Freundeskreis und Familie einen kompetenten Umgang mit der Problematik ermöglichen. Abschliessend werden die daraus resultierenden Anforderungen an ein professionelles Beratungskonzept formuliert.
Rollenbilder heute |
Die Autorin geht in ihrer Arbeit der Frage nach, welche Bedeutung die - sich in gesellschaftlichen Strukturen und Rollenbildern manifestierte - soziale Kategorie Geschlecht auf die Identitätsentwicklung adoleszenter Mädchen ausübt.
Durch die Verarbeitung von Fachliteratur sowie statistischer Daten bezüglich der Geschlechterverhältnisse in der Schweiz wird dargelegt, dass die soziale Kategorie Geschlecht die Identitätsentwicklung adoleszenter Mädchen - ausgehend vom interaktionistischen Verständnis der Identitätsbildung nach Krappmann - in einem hohen Mass prägt.
Die im Rahmen dieser Grundlagenarbeit gewonnenen theoretischen Erkenntnisse tragen zur Sensibilisierung für die spezifischen Bedürfnisse und Problemlagen adoleszenter Mädchen bei und leisten damit einen Beitrag zu einer geschlechtsbewussten Sozialen Arbeit.
Existenzsicherung / Recht |
Immer mehr Menschen müssen Sozialhilfe in Anspruch nehmen. Deshalb wird auch vermehrt die Frage nach ihrem Missbrauch gestellt und nach angemessenen Möglichkeiten seiner Sanktionierung.
Einer besonders krasse Form des Missbrauchs ist der Rechtsmissbrauch. Das Bundesgericht hat zwar die Gewährung eines grundrechtlichen Anspruchs auf Sozialhilfe unter den Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs gestellt, aber es hat den Rechtsmissbrauch in diesem Zusammenhang bisher doch nie bejaht.
Der Autor, langjähriger Praktiker der Sozialarbeit und Jurist, zeigt in verständlicher Sprache, dass es gut daran tat. Selbst Rechtsmissbrauch kann nämlich kein rechtlich zulässiger Grund sein, einem Menschen die für ein menschenwürdiges Dasein notwendigen Mittel zu verweigern.
Pädagogik |
"Linkshänder/innen werden heute nicht mehr gezwungen, rechts zu schreiben" oder "Är isch haut äbe e Linkshänder". Solche Stimmen sind rund um das Thema "Linkshändigkeit" oft zu hören. Abwertende Redewendungen wie "linkisch", "zwei linke Hände haben" oder "ein linker Typ" gehören zusammen mit rechtshändigen Tätigkeiten (schneiden, schreiben, stricken, Büchsen öffnen) zum Alltag der Linkshänder/innen in einer rechtsdominierten Umwelt. Um Linkshänder/innen einen unbehinderten Start ins Schulleben zu ermöglichen, beschreibt die Autorin praktische Hilfestellungen. Verschmierte Schrift, verkrampfte Schreibhand, auf rechts umgelernte Tätigkeiten gehören so der Vergangenheit an. Kinder werden ihrer angeborenen Linkshändigkeit entsprechend gefördert und tatsächliche Benachteiligungen werden abgebaut.
Qualitätsmanagement im Spital |
!!! Vergriffen !!!
Rollenselbstkonzepte |
Die Arbeit führt den Lehmbau theoretisch und methodisch in den sozialpädagogischen Diskurs ein.
Eine detaillierte Anleitung beschreibt den Backofenbau nachvollziehbar. Lerntheoretische Zusammenhänge und die Bedeutung der Bauaktion für das Selbstkonzept sind praxisnah dargestellt.
Der Autor bezieht diese Grundlagen auf Entwicklungsaufgaben von Jungen in der Vorpubertät.
Dabei zeigt sich, dass über den Lehmbau Veränderungen im Rollenselbstbild möglich sind, die auf weitere Rollenselbstkonzepte übertragen werden können.
Schulsozialarbeit |
... und wie unterstützt die Schulsozialarbeit (SSA) diesen Prozess?
Die Bachelorarbeit befasst sich mit Herausforderungen von Schülerinnen und Schülern der Oberstufen, mit dem aktuellen Stand von Schulsozialarbeit sowie mit 20 Praxisbeispielen (Projekten), welche Schulsozialarbeitende in ihren Schulen initiiert, durchgeführt und evaluiert haben.
Einleitend werden Sozialisationsinstanzen, welche die Heranwachsenden prägen - wie z.B. die Gesellschaft, die Familie, die Schule - beschrieben und mit Entwicklungsaufgaben (nach Havighurst) verknüpft. Im zweiten Teil der Arbeit wird die aktuelle Theorie und Praxis der Schulsozialarbeit umfassend dargestellt und mit 20 Praxisprojekten illustriert.
Die Arbeit bietet für alle Interessierten, wie Lehrpersonen, Behördenmitglieder, Eltern, Fachpersonen der Sozialen Arbeit eine vielseitige und aktuelle Übersicht über Problemlagen, Umfeld, Bedingungen, Theorie und Praxis von Schulsozialarbeit.
Eltern und Schule |
!!! Vergriffen !!!
Rolle des Bundes im Sozialbereich |
Die Ungleichheiten in der Gesellschaft nehmen zu, gleichzeitig wird die politische Diskussion um die Sozialhilfe zunehmend aggressiv. Somit stellt sich die Frage, ob der Bund aktiver werden muss oder kann. Die Publikation zeigt auf, welche verfassungsrechtliche Handlungsspielräume der Bund im Sozialbereich hat. Einerseits wird der Frage nachgegangen, ob der Bund im Bereich der Arbeitslosenfürsorge tätig werden kann oder sogar muss. Andererseits werden schwergewichtig folgende Fragen geklärt:
- Welche Kompetenzen sind dem Bund bei Präventionsmassnahmen in der Armutsbekämpfung zugewiesen Erwerbseinkommen, Steuerbefreiung des Existenzminimums, prekäre Arbeitsverhältnisse, Krankheit/Unfall, Familien- und Kinderarmut)?
- Über welche verfassungsrechtlichen Kompetenzen verfügt der Bund im Bereich Integrationsmassnahmen?
- Kann ein bundesrechtlicher Minimalstandard in der Sozialhilfe festgelegt werden?
psychologische Faktoren |
Diese Arbeit untersucht psychologische Faktoren, die im Zusammenhang mit dem Verlust eines Elternteils im Jugendalter stehen.
Dieses einschneidende Ereignis, dessen Auswirkungen auf Jugendliche im deutschsprachigen Raum nur sehr spärlich beschrieben worden sind, wird anhand einer Befragung abgehandelt.
Die Zusammenhänge der verschiedenen Faktoren wie die Art der Bewältigung des Todes eines Elternteils im Jugendalter, die Rolle der sozialen Unterstützung, die Bewertung der neuen Situation, die Anpassung an ein verändertes Leben, eine depressive Symptomatik und spirituelle/religiöse Erfahrungen und Erlebnisse werden in dieser empirischen Untersuchung erfasst und mit den vorhandenen Theorien zur Thematik in Verbindung gesetzt.
Der Autor stellt wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse präzise dar, vermittelt Hintergrundwissen und gibt Anregungen für alle Arbeitsfelder, welche mit betroffenen Jugendlichen in Berührung kommen.
Erfolgsparameter |
Am Beispiel von ehemaligen Schülerinnen und Schülern des Sonderschulheims Bad Sonder in Teufen werden Erfolgsparameter für eine erfolgreiche berufliche Integration untersucht.
Grundlage der Arbeit bilden 42 Telefoninterviews, in denen Absolventinnen und Absolventen des Sonderschulheims zum Verlauf ihrer beruflichen Entwicklung seit dem Schulaustritt befragt werden. Neben der Frage, ob die jeweils im Anschluss an den Heimaufenthalt begonnenen Ausbildungen abgeschlossen wurden, werden verschiedene Faktoren beschrieben, welche zu Erfolg bzw. Misserfolg in der Ausbildung beitrugen. Die Untersuchung zeigt, dass sich die befragten Personen recht erfolgreich beruflich integrieren konnten. Es werden Massnahmen und Verbesserungsvorschläge aufgezeigt, welche sich für eine erfolgreichere Vorbereitung und Begleitung des Übergangs vom Heimaufenthalt zur Arbeitswelt umsetzen lassen.
Innerbetriebliche Konflikte lösen |
Innerbetriebliche Konflikte belasten die Mitarbeitenden und sind teuer. Dem kann eine Unternehmung mit einem modulartig aufgebauten Konfliktmanagement-System (KmS) entgegenwirken. Dieses unterstützt die Mitarbeitenden beispielsweise durch eine Ombudsperson, die Mediation oder ein Schiedsgericht bei der konstruktiven Konfliktbewältigung.
Der Autor zeigt auf, dass ein KmS nicht nur sozial interessant ist, sondern auch zu Ertragssteigerungen, Kostensenkungen und Risikoreduzierungen führt.
Damit diese Vorzüge wirklich genutzt werden können, wird die optimale Entwicklung und Einführung eines KmS behandelt. Auswahl und Gestaltung eines Moduls werden dabei exemplarisch anhand der Mediation aufgezeigt.
ganzheitliche Krankheits-Betrachtung |
Brustkrebs ist die häufigste Krebsart der Frau. Diese Krankheit kann nicht nur auf den medizinischen Sinn reduziert, sondern muss ganzheitlich angeschaut werden. Die Arbeit befasst sich mit den psychischen Schwierigkeiten und deren Hintergründe, welche bei einer Brustkrebserkrankung entstehen. Die Bewältigung von Brustkrebs ist eine mehrfache Belastung für die Frau, da sie zum einen mit der Bedrohung ihres Lebens konfrontiert wird und zum anderen mit dem Verlust ihrer Brust fertig werden muss.
Diese Arbeit soll das Erstellen einer Situationsanalyse mit den Klientinnen erleichtern und zusammen mit den Grundlagen der Sozialen Arbeit eine kompetente Beratung ermöglichen. Die Arbeit bezieht sich auf Frauen, die bereits eine Mastektomie hinter sich haben.
Anspruch und Wirklichkeit? |
In Leitbildern heutiger Altersheime wird die Selbst- und Mitbestimmung von HeimbewohnerInnen gross geschrieben. Wie aber sieht die Wirklichkeit aus und wie wird dieser Anspruch umgesetzt?
Zu diesen Fragen führen die Autorinnen eine empirische Untersuchung in zwei Altersheimen im Kanton Bern durch. Sie zeigen dabei auf, wie Selbstbestimmung im Altersheim realisiert werden kann und wo die grössten Herausforderungen liegen.
Die Arbeit vermittelt Hintergrundwissen und konkrete Anregungen für Fachleute, denen die Selbstbestimmung im Alter ein Anliegen ist und die Betagte innerhalb und ausserhalb von Altersheimen beraten und betreuen.
häufigste Todesursache bei Jugendlichen |
Suizid ist eine der hauptsächlichsten Todesursachen im Jugendalter.
Mit der Arbeit soll die Jugendsuizidalität öffentlich thematisiert werden, deren Enttabuisierung begünstigt und der interessierten Leserschaft ein kleiner Einblick in das überaus komplexe Thema gewährt werden.
Jugendliche erzählen in Interviews illustrierend über die Umstände und ihre Gefühle vor und nach einem Suizidversuch.
Der Autor geht den Fragen nach, welche Faktoren in unserer Gesellschaft die Suizidalität bei Jugendlichen beeinflussen und wie Personen aus dem nahen Umfeld eine suizidale Gefährdung erkennen können. Es wird ausserdem Hintergrundwissen und Anregungen im unterstützenden Umgang mit Betroffenen vermittelt.
Sozialarbeit im Gesundheitswesen |
Ziel dieser Arbeit ist, die Berechtigung der Profession Sozialarbeit zur Ausübung einer Funktion in Palliative Care darzulegen und aufzuzeigen, was sie daran hindert, diese Funktion wirklich auszuüben.
Die Autorin führt dabei zuerst in wichtige Aspekte zu Palliative Care ein und zeigt die Bedürfnisse der involvierten Personen, Institutionen und Berufsgruppen auf.
Welche Bedürfnisse die Sozialarbeit in diesem Arbeitsfeld decken kann und ob sie diese Aufgaben in der Praxis erfüllt, wird durch eine empirische Untersuchung mittels schriftlicher Umfragen und Interviews in der Praxis erhoben.
Im Ergebnis zeigt sich, welche Hindernisse Sozialarbeiter im Gesundheitswesen zu überwinden haben und welche Türen ihnen als innovative und kompetente Partner in Palliative Care offen stehen.
Frühförderung |
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Frühförderung, schulischer Chancengleichheit und sozialer Herkunft. Anhand von Fachliteratur werden Sozialisation, Milieu, sozialer Raum und Kapitalformen in Beziehung gestellt.
In einer Differenzbearbeitung werden das Frühförderungsprojekt Primano der Stadt Bern bzw. das Hausbesuchsprogramm schrittweise auf seine Ziele und beabsichtigten Handlungsebenen hin untersucht und methodisch dem Habituskonzept von Pierre Bourdieu gegenübergestellt. In den Ergebnissen wurde festgestellt, dass erwartete Effekt der Frühfördermassnahmen (wie z.B. Chancengleichheit) unmittel-bar ausbleiben, dafür jedoch Distinkti-on (Unterscheidung) erzeugt werden.
Programm-Übersicht
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