Sozialplanung aus der Sicht von Planungsträgern

Eine Standortbestimmung der Schweiz am Beispiel der Region Basel


Produkttyp:
Elektronisches Buch
Kategorie:
Forschungsberichte
Seitenzahl:
39
Erscheinungsjahr:
2014
Publikationsdatum:
04.04.2014
Verlag
Edition Soziothek
Kostenlos
Die Sozialplanung als ein zukunftsorientiertes Konzept der Gestaltung Sozialer Infrastruktur, das prozessgerichtet Bedarfe ermittelt, Versorgungssysteme, Programme und Massnahmen plant und deren Implementierung begleitet sowie Wirksamkeiten und Sozialfolgen abschätzt, gewinnt in der Schweiz zunehmend an Bedeutung. Ziel der explorativen Studie war es mittels Dokumentenanalyse und Expert/inneninterviews mit Akteur/innen aus öffentlichen und privaten Einrichtungen den derzeitigen Stand der Sozialplanung in der Schweiz anhand der Region Basel aufzuarbeiten und dabei die Rolle der Sozialen Arbeit in Planungsprozessen zu analysieren.

Die Studienergebnisse verdeutlichen die geringe begriffliche wie konzeptuelle Manifestation von Sozialplanung in der Schweiz. Dennoch trägt die Praxis in vielerlei Hinsicht planerische Züge. Die darin verorteten Planungsverständnisse und –praktiken sind heterogen, folgen jedoch oftmals einer Orientierung am Output nach Prinzipien der Effektivität und Effizienz.

Die Soziale Arbeit wird in der sozialplanerischen Praxis selten als Planungsakteurin identifiziert und vor allem auf der operativen Ebene verortet. Soziale Arbeit wird zudem als widerläufig zu den als relevant eingestuften Prinzipien der Sozialplanung wie Wirtschaftlichkeit und Effizienz wahrgenommen. Die planerische Praxis richtet sich zwar auch an Partizipation, Bedürfnisorientierung und anwaltschaftlichen Positionierungen aus und verfolgt damit wesentliche Grundanliegen der Sozialen Arbeit. Dennoch ist die Einbindung Sozialer Arbeit in Planungsprozesse eher selten. Die Soziale Arbeit, die Sozialplanung als Teil ihrer Disziplin versteht, steht vor der Herausforderung, die in der Praxis wahrgenommenen Widersprüche zwischen Sozialplanung und Sozialer Arbeit zu benennen und gegebenenfalls zu entkräften oder auch die Spannungsfelder im Sozialplanungsprozess anzusprechen.

Kontaktdaten für mögliche Anfragen:
Simone Tappert
Jörg Dittmann



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