Junge Erwachsene im Übergang in die Erwerbsarbeit - Sozialhilfe als Bewältigungsstrategie?

Eine qualitative Befragung in der Stadt Biel


ISBN-Nr.:
978-3-03796-414-9
Produkttyp:
Elektronisches Buch
Kategorie:
Lizentiatsarbeiten
Seitenzahl:
109
Illustration:
6
Erscheinungsjahr:
2007
Schlagworte
Junge Erwachsene, Sozialhilfe
Verlag
Edition Soziothek
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Der Übergang von der Schule in die Erwerbsarbeit ist mit Unsicherheit verbunden und verbirgt ein Armutsrisiko. Die qualitative Feldforschung geht der Frage nach, welche Handlungs- und Bewältigungsstrategien Sozialhilfe beziehende junge Erwachsene entwickeln, die in Armut und Unsicherheit leben und eine existenzsichernde Arbeit suchen. Die empirische Untersuchung ist in Bezugstheorien eingebettet, welche Konzepte der Armuts-, Jugend- und Übergangsforschung, des sozialen Milieus und der Habitustheorie eingehend diskutieren.

Die Diskussion der Ergebnisse verläuft entlang von fünf aufgestellten Thesen über die Vorbedingungen erhöhter Übergangsrisiken, Krisenursachen, Bewältigungsstrategien in Übergangsphasen und über die Funktion der Sozialhilfe. Möglichkeiten und Grenzen der Sozialhilfe in ihrer gesellschaftlichen Integrationsfunktion werden hinterfragt. Nicht zuletzt wird auch die Zeit als Ungleichheitsräderwerk dargestellt. Die zu bewältigende Erlebnisflut aufgrund nichtkonformer Lebensverhältnisse verbraucht enorme Zeitressourcen. Sowohl die Routine des beschäftigungslosen Alltags wie auch Zeitdruck in der Arbeit entpuppen sich als Stressoren. Ohne Arbeitszeit entsteht keine Freizeit. Zeit als klassenloses Kriterium gewährleistet trotz "Demokratisierung" des Zugangs zur Bildung die Reproduktion eines elitistischen Regimes.
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