Suchterkrankung und Trauma – die Herausforderung für Fachkräfte der Sozialpädagogik bei verstärktem Hervortreten von Traumata während des Abbaus von Substitutionen

Konkrete traumapädagogische Handlungsansätze für die stationäre Suchttherapie


ISBN-Nr.:
978-3-03796-646-4
Produkttyp:
Elektronisches Buch
Kategorie:
Bachelor-Thesen (BSc)
Seitenzahl:
120
Erscheinungsjahr:
2017
Publikationsdatum:
15.12.2017
Verlag
Edition Soziothek
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Laut Statistiken leiden ca. 80 Prozemt der Suchterkrankten an einer Doppeldiagnose. Häufig ist die Kombination von Suchterkrankung und Trauma anzutreffen, weshalb der schwierige Umgang als Fachkraft mit den Betroffenen untersucht wird. Im Jahr 2016 waren 39 Prozent der Suchterkrankten zum Zeitpunkt des Eintritts in eine stationäre Suchttherapie substituiert. Besonders der Abbau der Substitution ist heikel, da die verdeckten Traumata vermehrt in den Vordergrund treten. Das veränderte Verhalten der Betroffenen ist für Fachkräfte der Sozialpädagogik schwierig zu verstehen und zu handhaben, denn die Thematik wird immer noch als therapeutisches Thema angesehen. Die Möglichkeiten der Sozialpädagogik werden zu wenig erkannt und dadurch Chancen vergeben.

Zuerst wird das fehlende Fachwissen der Fachkräfte durch Hintergrundwissen zu Suchterkrankung, Trauma und Substitutionsabbau abgedeckt. Anschliessend werden die konkreten Zusammenhänge zwischen diesen drei Themen herausgearbeitet. Basierend auf den Ergebnissen folgt die Thematisierung der Aufgaben und Herausforderungen in der stationären Suchttherapie. Fehlender Resilienz und der Gruppendynamik der Klientel sowie Konflikten innerhalb des Arbeitsteams wird mit Kernaspekten der Traumapädagogik, Resilienz- und Selbstwirksamkeitsförderung, Raumgestaltung, Trauma-Gruppenpädagogik und Fachkräften als Schlüsselfunktion begegnet.

Ziel der Autorinnen ist es, Fachkräften der Sozialpädagogik in der stationären Suchttherapie sowie deren Vorgesetzten die Notwendigkeit von fundiertem Fachwissen, Selbstreflexion, klarer Organisationsstruktur und einem unterstützenden Arbeitsteam im Umgang mit dieser Klientel aufzuzeigen.
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