Dequalifiziert und verkannt

Ein Argumentarium mit Empfehlungen für die Soziale Arbeit gegen die Diskriminierung, Entwertung und Exklusion von qualifizierten Flüchtlingen im Familiennachzug


ISBN-Nr.:
978-3-03796-649-5
Produkttyp:
Elektronisches Buch
Kategorie:
Bachelor-Thesen (BSc)
Seitenzahl:
98
Erscheinungsjahr:
2017
Publikationsdatum:
15.12.2017
Verlag
Edition Soziothek
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Bleiben berufliche Kompetenzen ungenutzt, spricht man im Fachjargon von brain waste. Davon sind qualifizierte Drittstaatenangehörige aufgrund unseres politischen Systems besonders betroffen; es besteht eine offensichtliche Diskriminierung.

Qualifizierte Flüchtlinge leiden daher vermehrt an beruflicher Entwertung durch Überqualifizierung oder Erwerbslosigkeit. Für die Gesellschaft hat dies wirtschaftliche Einbussen zur Folge, für Betroffene bedeutet es ein Identitätsverlust; sie werden dequalifiziert und gesellschaftlich verkannt. Flüchtlinge im Familiennachzug sind einer Dequalifizierung sowie weiteren möglichen Gefahren für eine gesellschaftliche Exklusion verstärkt ausgesetzt. Vorliegende Arbeit analysiert Risiken und Möglichkeiten von qualifizierten Flüchtlingen im Familiennachzug unter Einbezug der aktuellen integrations- und bildungspolitischen Entwicklungen der Schweiz und ermittelt Handlungsbedarf auf verschiedenen Ebenen.

Anhand berufsethischer und handlungstheoretischer Grundlagen zeigt die Autorin auf, inwiefern die Situation ein soziales Problem ist, welche professionelle Positionierung die Soziale Arbeit in dieser Auseinandersetzung einnimmt und wie diese Professionelle der Sozialen Arbeit zum Handeln auffordert.
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