Neurosensitivität und Führung in der Sozialen Arbeit

Eine Forschungsarbeit zu Chancen und Risiken von Hochsensibilität auf Führungsebene im Berufsfeld der Sozialen Arbeit


ISBN-Nr.:
978-3-03796-673-0
Produkttyp:
Elektronisches Buch
Kategorie:
Bachelor-Thesen (BSc)
Seitenzahl:
355
Erscheinungsjahr:
2018
Publikationsdatum:
30.04.2018
Verlag
Edition Soziothek
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Die Arbeit „Neurosensitivität und Führung in der Sozialen Arbeit“ ist eine qualitative Forschungsarbeit. Das Ziel der Forschung war es, Chancen und Risiken, Potenziale und Grenzen, die Neurosensitivität für Führungskräfte in der Sozialen Arbeit darstellt, herauszuarbeiten.

In der Arbeit wurden neun Interviews mit Fachpersonen aus der Sozialen Arbeit geführt. Alle waren in einer Führungsposition tätig. Ein Selbsteinschätzungstest bestätigte, dass alle Personen neurosensitiv sind.

In der Ratgeberliteratur werden für Neurosensitivität mehrheitlich die Begriffe Hochsensibilität und Hochsensitivität benutzt.

Hochsensibilität bedeutet, dass die Wahrnehmungsverarbeitung bei ca. 15-20% der Bevölkerung anders funktioniert. Die Erregbarkeit der Personen ist deutlich höher und sie können deutlich mehr innere und äussere Reize wahrnehmen und verarbeiten. Laut der neusten Forschung ist dafür ein sensitiveres zentrales Nervensystem die Ursache. In der Arbeit wird aufgrund der neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Begriff Neurosensitivität verwendet.

Chancen der Neurosensitivität für Führungskräfte in der Sozialen Arbeit stellen sich vor allem bei einer guten Selbstreflexion und Kenntnis der eigenen Neurosensitivität ein. Die breite Wahrnehmung führt zu vielfältigeren Handlungsmöglichkeiten und ausgeprägte empathische Fähigkeiten unterstützen bei der täglichen Arbeit. Beim Umgang mit Spannungsfeldern hilft eine professionelle Haltung, sich abzugrenzen. Konflikte können frühzeitig wahrgenommen und bearbeitet werden, aber auf der anderen Seite, ist der Umgang mit Konflikten für viele Führungskräfte schwierig. Weitere Risiken sind eine erhöhte Burn-Out-Gefahr und die Schwierigkeit, sich abgrenzen zu können.
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