Tiergestützte Interventionen mit Kühen zur Förderung von Kindern mit ADHS

ISBN-Nr.:
978-3-03796-711-9
Produkttyp:
Elektronisches Buch
Kategorie:
Bachelor-Thesen (BSc)
Seitenzahl:
97
Erscheinungsjahr:
2018
Publikationsdatum:
15.02.2019
Verlag / Hochschule
Edition Soziothek
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Die Diagnose der einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ADHS) bei Kindern ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Parallel dazu stieg die Abgabe von Psychopharmaka an Kinder mit einem ADHS. Es stellt sich die Frage, ob dies ein medizinisch-psychiatrisches oder gesellschaftliches Phänomen darstellt. Auftrag der Sozialen Arbeit ist es, auf diesen sozialen Wandel zu reagieren und sich diesen Kindern und deren Thematik anzunehmen.

Kinder mit einem ADHS sind situationsübergreifend und andauernd unaufmerksam, in einem außergewöhnlichen Ausmass aktiv sowie unruhig und sind deshalb eine Herausforderung für sich selbst und ihr Umfeld. Ob ADHS wirklich eine Krankheit ist, ist bei Fachpersonen umstritten.

Die vorliegende Bachelorthesis greift die Thematik auf und arbeitet heraus, ob Kinder mit einem ADHS mit Hilfe Tiergestützter Interventionen (TGI) unterstützt werden können. Dabei wird das Augenmerk auf die Intervention mit Kühen gelegt, da dieses Tier im Charakter als sehr ruhig und bodenständig gilt. Ziel dieser Bachelorthesis ist es daher, herauszufinden, ob sich Kühe für die TGI bei Kindern mit ADHS eignen. Die Thematik wird mittels einer Literaturrecherche erarbeitet. Die Arbeit gibt einen vertieften Einblick in den ADHS-Diskurs, die TGI und das Tier Kuh.

Eine wichtige Erkenntnis dieser Arbeit war, dass sich die Wissenschaft in Bezug auf ADHS sehr stark auf die Medizin und die Psychologie stützt und nicht hinterfragt, ob ADHS eine Krankheit und/oder ein gesellschaftliches Phänomen ist. Das Feld der TGI wird momentan noch zu wenig von der Sozialen Arbeit bearbeitet. Eine sozialarbeiterische Perspektive betrachtet den Menschen als Ganzes und fehlt auf diesem Gebiet bis anhin.

Die Frage, ob sich Kühe für die Tiergestützte Intervention bei ADHS-Kindern eignen, kann grundlegend mit Ja beantwortet werden. Denn im Rahmen dieser Bachelorthesis konnte aufgezeigt werden, dass nebst der Kuh auch ihr Umfeld einen positiven Einfluss auf das ADHS-Kind hat. Das hyperaktive, unruhige Verhalten hat im landwirtschaftlichen Umfeld Platz. Erfahrungen, welche die Kinder mit den Kühen machen, motivieren zur Reflexion und zur Anpassung, beziehungsweise Änderung des Verhaltens. Die ADHS-Kinder erweitern mit Hilfe der Kuh ihre Selbst- und Sozialkompetenz.
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