Stadtentwicklung und Migration – Von Marginalisierung und Potentialen

Konsequenzen für eine kritische Berufspraxis der Soziokulturellen Animation im Spannungsfeld der Stadtentwicklung und Migration


ISBN-Nr.:
978-3-03796-609-9
Produkttyp:
Elektronisches Buch
Kategorie:
Bachelor-Thesen (BSc)
Seitenzahl:
80
Erscheinungsjahr:
2016
Publikationsdatum:
13.12.2016
Verlag
Edition Soziothek
Kostenlos Herunterladen
Die Integrationskraft europäischer Städte schwindet, die soziale Ungleichheit wächst. Private Investoren dominieren vermehrt den Diskurs um die Verteilung des städtischen Raumes. Sozialräumliche Segregation und Gentrifizierung sind Phänomene, welche die Marginalisierung von sozioökonomisch schwächeren Personen zur Folge haben. Personen mit Migrationshintergrund sind davon auf Grund diskriminierender Strukturen besonders betroffen. Seit dem Spatial Turn, der Etablierung der Sozialraumorientierung sowie den neoliberalen Umstrukturierungen werden vermehrt Governance-Strategien in Stadtentwicklungsprogrammen angewendet. Die Soziokulturelle Animation findet darin als intermediäre Instanz ein neues Tätigkeitsfeld.

Die Autorin geht anhand der Sichtung kritischer Literatur der Frage nach, wie die Rolle der Soziokulturellen Animation im Spannungsfeld der Stadtentwicklung und Migration angesichts von Verdrängungsmechanismen zu bewerten ist. Nach einer theoretischen Erörterung zur räumlichen Manifestation von Macht- und Herrschaftsverhältnissen wird das Konzept der „unternehmerischen Stadt“ sowie die Widerstandsbewegung „Recht auf Stadt“ analysiert. Darauf wird der Umgang mit Migration im urbanen Diskurs untersucht, um davon ausgehend – als Ziel der Arbeit – Konsequenzen für eine kritische Berufspraxis abzuleiten.

Es hat sich gezeigt, dass sich aktuell ein Paradigmenwechsel im Umgang mit Migration von einer defizit- hin zu einer potentialorientierten Sichtweise abzeichnet. Für eine kritische Berufspraxis der Soziokulturellen Animation wurde ersichtlich, dass eine klare Positionierung und ein aktives Einmischen in städtische Debatten um Integrations- und Wohnungspolitik notwendig sind.
Mehr Weniger