Sucht und Arbeit

Eine empirische Studie zu personenbezogenen Merkmalen bei Alkoholabhängigen mit Arbeitsintegration


ISBN-Nr.:
978-3-03796-496-5
Produkttyp:
Elektronisches Buch
Kategorie:
Bachelor-Thesen (BSc)
Seitenzahl:
73
Erscheinungsjahr:
2013
Publikationsdatum:
08.05.2014
Verlag
Edition Soziothek
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Erwerbsarbeit gilt als wichtiger Faktor beim Wiedereinstieg in ein suchtmittelfreies Leben. Daher stellen Arbeitsintegrationsprogramme im Rahmen der Abstinenzaufrechterhaltung eine bedeutende Massnahme dar, um Alkoholabhängige bei der (Wieder-)eingliederung in das Erwerbsleben zu unterstützen. Erwerbsarbeit steht nicht nur im Zusammenhang mit einer positiven Prognose für die Rückfallquote, sondern auch mit positiven Ausprägungen auf verschiedenen personenbezogenen Dimensionen. So zeigen Studien, dass Erwerbsarbeit mit einer hohen internalen Kontrollüberzeugung, einer hohen Selbstwirksamkeitserwartung und einem hohen Selbstwert einhergeht. Praktisch unerforscht ist bislang der Zusammenhang zwischen Arbeitsintegrationsprogrammen und personenbezogenen Merkmalen bei Alkoholabhängigen. Aus diesem Grund wird in der vorliegenden Arbeit der Frage nachgegangen, welche Ausprägungen stationäre Suchtpatientinnen und Suchtpatienten, die freiwillig an einem Arbeitsintegrationsprogramm teilnehmen, in Bezug auf verschiedene personenbezogene Merkmale aufweisen.

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass Suchtpatientinnen und Suchtpatienten mit Arbeitsintegration eine signifikant höhere Selbstwirksamkeitserwartung und Lebenszufriedenheit und einen höheren Selbstwert aufweisen als die Suchtpatientinnen und Suchtpatienten ohne Arbeitsintegration. Darüber hinaus zeigen Suchtpatientinnen und Suchtpatienten mit Arbeitsintegration – im Vergleich zu Suchtpatientinnen und Suchtpatienten ohne Arbeitsintegration – eine signifikant höhere internale Kontrollüberzeugung auf. Es zeigt sich auch, dass die Gruppe mit Arbeitsintegration häufiger intrinsisch motivierte Gründe für die Teilnahme an der Arbeitsintegration angeben, hingegen wählt die Gruppe ohne Arbeitsintegration eher extrinsisch motivierte Gründe für eine mögliche Teilnahme aus.
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