Vermittlung von Kunst und Kultur erleben

Eine Gegenüberstellung zweier kontrastierender Vermittlungsangebote für Kinder in der Stadt Bern

In ihrer Bachelorarbeit thematisieren die Autorinnen den aktuellen gesellschaftspolitischen Trend der Vermittlung von Kunst und Kultur. Dieser steht im Zusammenhang mit dem Ziel der Soziokulturellen Animation (SKA), Zugangsbeschränkungen zu Kunst- und Kulturangeboten abzubauen und die kulturelle Teilhabe aller zu ermöglichen und zu fördern.

Die Autorinnen verknüpfen kunst- und kulturwissenschaftliche, soziologische, kulturpolitische sowie animatorische Perspektiven mit einer qualitativen Forschung. Erforscht werden ein Workshop des Kindermuseums «Creaviva», der mit dem Museumsbus besucht werden kann, sowie das «Kunst im Kontext»-Projekt «kidswest.ch». Weil es für Professionelle der SKA im Fokussierungsgebiet Kunst und Kultur wichtig ist, sich mit dem subjektiven Erleben der Kulturnutzenden auseinander zu setzen und deren Motive und bestehende Barrieren zu kennen, steht dabei das Vermittlungsverständnis und das Erleben der Vermittlerinnen und Vermittler sowie das Erleben der teilnehmenden Kinder und deren Eltern im Zentrum.

Die Autorinnen stellen fest, dass das Vermittlungsverständnis wie auch das Erleben aller Beteiligten stark vom Kontext der Vermittlung geprägt ist. Während es bei «Creaviva» um die Erhöhung des kulturellen Kapitals geht, soll bei «kidswest.ch» auch das soziale Kapital der Beteiligten gestärkt werden. Die Autorinnen leiten aus den Erkenntnissen ab, wie die SKA durch Kooperationen im Bereich der Vermittlung die kulturelle Teilhabe fördern kann. Sie fordern, dass sich die SKA diesbezüglich stärker positioniert.

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Anita Abegglen, Anouk Haehlen
Vermittlung von Kunst und Kultur erleben
Eine Gegenüberstellung zweier kontrastierender Vermittlungsangebote für Kinder in der Stadt Bern
Bachelor-Thesis
15.08.2011