Wohnen im Alter mit einer Substitution

Eine qualitative Untersuchung ambulanter Wohnunterstützungsangebote für Substitutionsklientinnen und -klienten in den Städten Olten und Solothurn


ISBN-Nr.:
978-3-03796-497-2
Produkttyp:
Elektronisches Buch
Kategorie:
Master-Thesen (MSc)
Seitenzahl:
112
Erscheinungsjahr:
2014
Publikationsdatum:
22.05.2014
Verlag
Edition Soziothek
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Die Zahl der Substitutionsklientinnen und -klienten über 45 Jahren hat sich in den letzten Jahren stark erhöht. In der Heroingestützten Behandlung liegt der Anteil bei rund 40 Prozent und bei der Substitutionsgestützten Behandlung mit Methadon bei rund 50 Prozent. Es wird davon ausgegangen, dass die Substitutionsklientinnen und -klienten aufgrund ihres Lebensstils rund 20 Jahre „vorgealtert“ sind. Dies führt dazu, dass die körperlichen und psychischen Beschwerden bereits mit 45 Jahren zunehmen. Somit steigt auch der Bedarf an Unterstützung im Wohnbereich. Momentan fehlen aber der Klientel angepasste Konzepte von ambulanten Wohnunterstützungsangeboten.

Diese Arbeit untersucht die Erfahrungen ambulanter Unterstützungsangebote im Wohnbereich von Spitex und Suchthilfe in den Städten Solothurn und Olten mit älteren Substitutionsklientinnen und -klienten, wie der Allgemeinzustand der älteren Substitutionsklientinnen und -klienten beschrieben werden kann und welche ambulanten Angebote es benötigen würde, um das selbstständige Wohnen für diese Klientel weiterhin zu ermöglichen. Dazu wurden vier Experteninterviews mit den Leitungspersonen des Begleiteten Wohnens der Suchthilfe und der Spitex der Städte Solothurn und Olten geführt. Zudem wurde je eine Gruppendiskussion mit den Teams der Spitex und mit den Teams des Begleiteten Wohnens der Suchthilfe geführt. Die Daten wurden anhand der zusammenfassenden qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet.

Die Resultate zeigen, dass der Allgemeinzustand der älteren Substitutionsklientinnen und -klienten sehr unterschiedlich ist. Als äusserst wichtig für die Betreuung werden gut qualifiziertes Personal mit Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung und eine gute Zusammenarbeit der unterschiedlichen Akteure im Betreuungsnetz bezeichnet. Zukünftig benötigt es engere Betreuungsangebote mit individuell zusammenstellbaren Dienstleistungen im medizinischen, pflegerischen und sozialen Bereich.
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