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«Ich ha immer d' Ohre zue ghebt»

Auswirkungen von Paargewalt auf Kinder und Interventionsmöglichkeiten für die Soziale Arbeit

Das Miterleben von Paargewalt kann für Kinder unterschiedliche Auswirkungen haben. Kinder, welche in einer Atmosphäre der Gewalt aufwachsen, werden von der Öffentlichkeit wenig wahrgenommen. Die vorliegende Bachelor-Arbeit nimmt sich dem Thema an. Anhand konkreter Beispiele werden Interventionsmöglichkeiten für die unterschiedlichen Praxisfelder der Sozialen Arbeit in der Begleitung betroffener Kinder aufgezeigt.

Die Begriffe Gewalt, häusliche Gewalt und Paargewalt werden in der Arbeit eingehend beschrieben und für diese Bachelor-Arbeit definiert. Verschiedene Studien zu Auswirkungen von Paargewalt auf das Kind wurden in dieser Arbeit zusammengetragen. Mit unterschiedlichen Entwicklungstheorien konnte aufgezeigt werden, welche Aspekte für eine gesunde kindliche Entwicklung wichtig sind. Verschiedene Bedingungen, die sich in Form von Risiko- und Schutzfaktoren auf die kindliche Entwicklung auswirken, wurden durchleuchtet. Dabei erwies sich Resilienz als zentraler Schutzfaktor. Deshalb wurden konkrete Methoden, zur Resilienzförderung ausgearbeitet. Es hat sich gezeigt, dass für die Bildung von Resilienz stabile, fürsorgliche Bindungserfahrungen essentiell sind. Bei den aufgezeigten Interventionsmöglichkeiten wurde speziell darauf geachtet. Das Miterleben von Paargewalt kann für Kinder eine traumatische Erfahrung darstellen und es können sich psychische Störungen entwickeln, die sich bis in das Erwachsenenalter manifestieren. Deshalb fordert diese Arbeit Fachpersonen der Sozialen Arbeit zu traumasensiblem Handeln im Umgang mit Betroffenen auf. Weitere Forderungen an die Sozialen Arbeit, die Veränderungen auf individueller- und gesellschaftlicher Ebene bedingen, werden aufgezeigt.

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Michèle Dietschi, Corinne Wicki
«Ich ha immer d' Ohre zue ghebt»
Auswirkungen von Paargewalt auf Kinder und Interventionsmöglichkeiten für die Soziale Arbeit
Bachelor-Thesis
15.08.2020