Alltagsbewältigung von Frauen in Obdachlosigkeit

Eine qualitative Untersuchung aus Nutzerinnenperspektive.

Die vorliegende Masterthesis untersucht die alltäglichen Bewältigungspraxen obdachloser Frauen in der Deutschschweiz. Ziel der Arbeit ist es, durch einen qualitativen und explorativen Forschungsansatz die Perspektiven von Nutzerinnen der Sozialen Arbeit sichtbar zu machen und einen Beitrag zum bisher noch wenig ausgebauten Forschungsstand zu leisten. Auf Grundlage narrativ fundierter Einzelinterviews und unter Anwendung des Grounded Theory Ansatzes wurden acht zentrale Achsenkategorien identifiziert, die das Hauptphänomen der alltäglichen Bewältigungspraxis beeinflussen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass der Alltag obdachloser Frauen in hohem Masse durch strukturelle und kontextuelle Rahmenbedingungen bestimmt wird und sie spezifische Bewältigungsstrategien entwickeln, um den Herausforderungen der Obdachlosigkeit zu begegnen. Gleichzeitig zeigt sich, dass weibliche Obdachlosigkeit oftmals im Verborgenen bleibt und durch bestehende Erhebungen nur unzureichend abgebildet wird. Aufgrund der Forschungsergebnisse konnten erstmals vertiefte Einblicke in die vielfältigen Lebenslagen obdachloser Frauen in der Deutschschweiz gewonnen werden. Die Erkenntnisse unterstreichen die Notwendigkeit frauenspezifischer Unterstützungsangebote und liefern raxisrelevante Impulse für die Soziale Arbeit und Sozialpolitik.

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Nathalie Warden
Alltagsbewältigung von Frauen in Obdachlosigkeit.
Eine qualitative Untersuchung aus Nutzerinnenperspektive.
Master-Thesis
03.08.2026