Andersmachende Narrative über queere Menschen
Konsequenzen für die Tätigkeit von Professionellen der Sozialen Arbeit
Diese Arbeit befasst sich mit den durch Politik, Medien und Gesellschaft gestreuten, andersmachenden Narrativen über queere Personen und welche Konsequenzen dies für die professionelle Arbeit von Sozialarbeitenden hat. Dafür wurde sich mit dem Konzept von Othering auseinandergesetzt, die intersektionale Blickweise auf Diskriminierungserfahrungen erläutert und sich dezidiert mit Gender Studies sowie Queer Theory beschäftigt. Ein Konzept, das innerhalb der Queer Theory namhaft wurde, ist die Heteronormativität, die die Gesellschaft diskursiv auf Zweigeschlechtlichkeit und Heterosexualität ausrichtet. Wie in dieser Arbeit festgehalten wird, wird alles, was aus dem heteronormativen Rahmen fällt, potenziell stigmatisiert, geächtet, geleugnet, diskriminiert etc. Dies machte auch die Auseinandersetzung mit Fachlektüre sowie mehreren qualitativen Studien über Diskriminierungserfahrungen von queeren Personen deutlich. So wird die queere Identität von nicht-heterosexuellen, nicht-cisgender bzw. non-binären Menschen aberkannt, tabuisiert oder als Phase bezeichnet. Queere Menschen werden als ‘abnormal’ oder ‘unmoralisch’ bezeichnet, ihnen haften diverse Vorurteile und Stereotypen an. Für Professionelle der Sozialen Arbeit bedeutet dies nebst dem Erkennen von andersmachenden Narrativen u.a. das Einnehmen einer heteronormativitätskritischen Haltung und das Reflektieren, inwiefern sie diese Normen (re)produzieren. Sie haben die Identitäten ihrer Adressat:innen zu erkennen bzw. anzuerkennen und dazu bspw. Begrifflichkeiten und Ausdrücke ihrer Adressat:innen zu nutzen. Sie sind sich bewusst, dass Sprache diskriminierend sein kann und Narrative Wirklichkeit formen. Idealerweise arbeiten sie darauf zu, heteronormative Narrative zu ersetzen.