Anknüpfen, wo das Leben stattfindet
Lebenswelten, Bewältigungsstrategien und die Rolle der Sozialen Arbeit im Umgang mit Einsamkeit im Alter
Aufgrund des demografischen Wandels wird der Anteil älterer Menschen in der Schweiz in den kommenden Jahrzehnten deutlich zunehmen. Gleichzeitig gewinnt das Thema Einsamkeit im Alter an gesellschaftlicher und sozialarbeiterischer Bedeutung, da bereits heute ein erheblicher Teil der älteren Bevölkerung zeitweise von Einsamkeit betroffen ist. Die Arbeit untersucht anhand von Literatur, wie die Soziale Arbeit an den Lebenswelten und Bewältigungsstrategien älterer Menschen ansetzen kann, um Einsamkeit vorzubeugen oder zu bewältigen. Als Grundlagen dienen die Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch sowie das Konzept der Lebensbewältigung nach Lothar Böhnisch. Die Arbeit zeigt, dass Einsamkeit im Alter weder als Folge des biologischen Alterns noch als ausschliesslich individuelles Problem verstanden werden kann. Vielmehr entsteht sie im Zusammenspiel individueller Lebenswelten, persönlicher Bewältigungsstrategien sowie gesellschaftlicher und struktureller Rahmenbedingungen. Daraus ergibt sich, dass Unterstützung an den konkreten Lebenslagen älterer Menschen ansetzen und sowohl individuelle als auch soziale Ressourcen berücksichtigen muss. Aus den Erkenntnissen werden Handlungsmöglichkeiten für die Soziale Arbeit abgeleitet. Im Mittelpunkt stehen eine lebensweltorientierte und ressourcenorientierte Begleitung, die Förderung sozialer Teilhabe sowie die Stärkung individueller Bewältigungskompetenzen. Die Soziale Arbeit kann aufgrund ihrer lebensweltorientierten und ressourcenorientierten Ausrichtung einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, Einsamkeit im Alter präventiv zu begegnen und