Anschluss verpasst

Junge Erwachsene ohne Ausbildung und die Rolle der Sozialen Arbeit

Hat man heutzutage keine Ausbildung nach der obligatorischen Schulzeit absolviert, ist dies wirtschaftlich, aber auch gesellschaftlich eine Herausforderung. Diese Forschungsarbeit setzt sich mit dem Thema auseinander, weshalb es für einige Jugendliche und junge Erwachsene schwierig ist, eine Ausbildung zu finden und erfolgreich abzuschliessen.

Um die Bedingungen einer Ausbildung in der Schweiz nachvollziehen zu können, wird in einem ersten Schritt der Schweizer Arbeitsmarkt und dessen Entwicklung betrachtet. Es zeigt sich, dass die Entwicklung des Arbeitsmarktes einen Einfluss auf die Anforderungen innerhalb der Ausbildungen haben.

Der Hauptteil dieser Forschungsarbeit setzt sich mit der Entwicklungstheorie nach Erikson, der Bindungstheorie und der Resilienztheorie auseinander. Diese Theorien werden anhand von 4 biografischen Interviews mit jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 24 Jahren analysiert. Die Analyse zeigt, dass die Betroffenen in unterschiedlichen Lebenssituationen mehrfach belastet waren. Dies erschwert die erfolgreiche Bewältigung der jeweiligen Phase. Dabei sind konstante Bezugspersonen ein wichtiger Schutzfaktor.

Hier zeigt sich die Wichtigkeit und Bedeutung der sozialen Arbeit für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Durch eine enge und persönliche Begleitung können die Betroffenen gezielt unterstützt werden. Es geht dabei nicht nur um das erfolgreiche Absolvieren einer Ausbildung, sondern auch um allgemeine Unterstützung auf dem Weg zu Selbständigkeit im Alltag. Dies setzt jedoch voraus, dass die Sozialarbeitenden genügend Zeit und Kapazität haben, die Betroffenen genug eng zu begleiten, um ein Vertrauensverhältnis aufzubauen.

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Salome Welter
Anschluss verpasst
Junge Erwachsene ohne Ausbildung und die Rolle der Sozialen Arbeit
Bachelor-Thesis
11.08.2025