Armutsbetroffene migrantisierte Kinder in der Schweiz

Förderung sozialer Chancen durch Soziale Arbeit

In der Schweiz leben über 17 Prozent der Kinder unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze. Eine Zahl, die besonders in Kombination mit Migration auf strukturelle Ungleichheiten hinweist. Diese Bachelorarbeit beleuchtet die Lebenslage von armutsbetroffenen, migrantisierten Kindern und analysiert deren soziale Chancen im Kontext der Sozialen Arbeit. Basierend auf aktuellen statistischen Daten, rechtlichen Grundlagen und theoretischen Konzepten wird aufgezeigt, wie Armut und Migration miteinander verflochten sind. Diese Wechselwirkung schränkt die Bildungs-, Gesundheits und Teilhabemöglichkeiten betroffener Kinder ein. Der Fokus liegt auf der Sichtbarmachung komplexer Problemlagen sowie der Reflexion fachlicher und gesellschaftlicher Verantwortlichkeiten. Ziel ist es, Handlungsmöglichkeiten für die Soziale Arbeit aufzuzeigen, um die Chancengerechtigkeit dieser vulnerablen Gruppe zu fördern. Die Ergebnisse zeigen, dass es in der Sozialen Arbeit ein stärkeres Bewusstsein, partizipative sowie strukturelle Massnahmen braucht, um die Entwicklungsmöglichkeiten migrantisierter Kinder in Armut nachhaltig zu sichern. Im Schlussteil wird die SKOS-Revision mit Blick auf wirksame Kinderförderung in der Sozialhilfe eingeordnet. Auch finanzielle Entlastungen für armutsbetroffene Familien und die Konkretisierung situationsbedingter Leistungen werden als Impulse für eine zukunftsorientierte Praxis diskutiert. Die vorliegende Arbeit plädiert für eine professionelle Soziale Arbeit. Diese sollte mittels kritischer Hinterfragung von normativen Mustern der politischen Ebene aufzeigen, warum und wie die sozialen Chancen für Kinder in prekären Verhältnissen noch besser gefördert werden müssen.

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Marianne Kness, Manuela Siegrist
Armutsbetroffene migrantisierte Kinder in der Schweiz
Förderung sozialer Chancen durch Soziale Arbeit
Bachelor-Thesis
11.08.2025