Das Kind im Besuchsrechtskonflikt

Auswirkungen von Besuchsrechtskonflikten auf das Kind und methodische Interventionen im Rahmen einer Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB

In dieser Bachelorarbeit werden die negativen Auswirkungen andauernder Elternkonflikte nach einer Trennung oder Scheidung auf die Entwicklung der betroffenen Kinder diskutiert. Besonders im Fokus steht dabei das Besuchsrecht, welches bei getrennten oder geschiedenen Eltern immer wieder Anlass für heftige Auseinandersetzungen ist. Demnach ist auch die sogenannte Besuchsrechtsbeistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB eine der am häufigsten errichteten Massnahmen im zivilrechtlichen Kindesschutz. Ausgehend davon beleuchten die Autorinnen den Auftrag des Beistandes oder der Beiständin zur Überwachung des persönlichen Verkehrs und zeigen die Ursachen für die Probleme bei der Ausübung des persönlichen Verkehrs und deren Folgen für die Kinder auf. Dabei gelangen die Autorinnen zur Erkenntnis, dass die anhaltenden Elternkonflikte rund um das Besuchsrecht das Kind in grosse Loyalitätskonflikte bringen, in denen es sich Bewältigungsstrategien sucht, die sich wiederum negativ auf seine Entwicklung auswirken können. Auf der Suche nach möglichen Lösungen konzentrieren sich die Autorinnen auf die Frage, welche methodischen Interventionen in der Zusammenarbeit mit Familien, für deren Kinder eine Besuchsrechtsbeistandschaft nach Art. 308 Abs.2 ZGB errichtet wurde, angezeigt wären. Dazu präsentieren sie am Ende ihrer Arbeit eine Sammlung an methodischen Vorgehensweisen, welche zur Lösung von Besuchsrechtskonflikten beitragen können.

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Deborah Pickering Heitz, Stéphanie Stucki
Das Kind im Besuchsrechtskonflikt
Auswirkungen von Besuchsrechtskonflikten auf das Kind und methodische Interventionen im Rahmen einer Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB
Bachelor-Thesis
15.08.2015