Depressionen – Wenn die Arbeit liegen bleibt...

Methodisches Vorgehen der Sozialen Arbeit bei der beruflichen Rehabilitation von depressiven Menschen

Die berufliche Rehabilitation von psychisch kranken Menschen gehört zum Kernauftrag der Sozialen Arbeit. Depressionen sind die häufigsten aller psychischen Störungen und verursachen die höchsten Arbeitsfehlzeiten. Die Bachelorarbeit geht deshalb der Frage nach, was bei der beruflichen Rehabilitation von depressiven Menschen Erfolg hat und wie Sozialarbeitende dabei methodisch vorgehen können. In unserer Gesellschaft erfolgt die soziale Integration stark über die Erwerbsarbeit. Lang anhaltende Erwerbslosigkeit führt vermehrt zu depressiven Erkrankungen. Deshalb ist es wichtig, berufliche Probleme möglichst frühzeitig nach einer Krise anzugehen. Ein Beratungsgespräch hilft, die berufliche Situation einer depressiven Person zu klären und individuell passende Massnahmen zu finden. Dabei ist der Einbezug von Angehörigen und Bezugspersonen wertvoll. Um bestehende Arbeitsverhältnisse zu retten und psychosoziale Folgeprobleme abzuwenden, müssen Sozialarbeitende während der Krise unter Umständen auch direktiv handeln. Im beruflichen Beratungsgespräch wird immer die ganze Lebenssituation der depressiven Person betrachtet, weil die depressionsverursachenden und -erhaltenden Kernprobleme nicht zwingend im beruflichen Bereich liegen müssen. Durch die schrittweise Lösung der Kernprobleme gewinnt die depressive Person an Selbstvertrauen, was letztlich eine Anti-Depressionsspirale in Gang setzen kann. Der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung, die Entwicklung von neuen Lösungen sowie das Setzen und Umsetzen von konkreten Zielen sind zentrale Elemente der Beratung von depressiven Menschen.

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Philippe Meier
Depressionen – Wenn die Arbeit liegen bleibt...
Methodisches Vorgehen der Sozialen Arbeit bei der beruflichen Rehabilitation von depressiven Menschen
Bachelor-Thesis
15.08.2011