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Die Generation Z in der wirtschaftlichen Sozialhilfe

Entwicklung eines Beratungskonzeptes

Die Generation Z ist ungebunden, mobil, vernetzt und geboren in den Jahrgängen 2000 bis 2019. Der volljährige Teil der Generation Z gehört damit zu den jungen Erwachsenen, welche basierend auf dem Sozialhilferecht einen erhöhten Anspruch auf Begleitung haben. Da der Grossteil der jungen Sozialhilfeklientinnen und -klienten zwischen 18 und 25 Jahren nicht nur die finanzielle, sondern auch die immaterielle Armut von der Familie erbt, findet die Begleitung einerseits vor und während einer Erstausbildung, andererseits in der Förderung der Selbständigkeit statt. Die Generation Z strebt im Gegensatz zu ihren Vorgängerinnen und Vorgängern sowohl privat wie auch beruflich nach Lebenslustmaximierung, Freiheit und Ungebundenheit. Mit ihrer Verbundenheit zur medialen Welt unterscheidet sie sich von allen Generationen vor ihr. Ihr Bedarf an Geborgenheit in der Familie und im Freundeskreis ist vergleichsweise hoch. Durch ihre einzigartige Wertehaltung und Lebenswelt erhebt die Generation Z den Anspruch einer genauso einzigartigen Beratung im Rahmen der Sozialhilfe. Auf dieser Ausgangslage behandelt die vorliegende Bachelorthesis folgende Fragestellung:

"Wie sollte ein Beratungskonzept aussehen, welches den Ablöseprozess von Klientinnen und Klienten der Generation Z erfolgreich fördert?"

In dieser Bachelorthesis wird zunächst theoretisches Wissen zur Generation Z und deren Werte dargelegt. In einem nächsten Schritt wird die Unterscheidung zwischen Armut und Bedürftigkeit im Rahmen der Sozialhilfe erörtert. Das dritte Standbein der Argumentation bildet die Darstellung von bestehendem Wissen im Bereich der Beratung von jungen Erwachsenen. Dazu werden die klientenzentrierte Gesprächsführung, die multiperspektivische Fallarbeit, die sozialpädagogische Beratung sowie die motivierende Gesprächsführung vorgestellt und mit dem Wissen einer Fachperson ergänzt. Zur Beantwortung der Fragestellung wird ein Beratungskonzept erarbeitet, das an Sozialarbeitende gerichtet ist, welche mit der Generation Z zusammenarbeiten. Die zentralen Elemente des Beratungskonzeptes werden im Rahmen dieser Arbeit anhand eines Beispielcharakters vorgestellt.

Das Beratungskonzept ist entlang eines spezifischen Beratungsprozesses aufgebaut und enthält gesetzliche sowie ethische Grundlagen der Sozialhilfe. Es verfügt weiter über methodische Grundsätze, welche sich auf die Ausführungen dieser Arbeit beziehen. Ausserdem enthält es zwei Arbeitsblätter, welche im Rahmen der Situationsanalyse angewendet werden sollen. Das Konzept referenziert auf die Personengruppe der Generation Z mit ähnlichen Werten, lässt aber gleichzeitig Raum für Individualität. Es setzt an den Ressourcen der Klientinnen und Klienten an, unterstützt deren Selbständigkeit und wird zudem den Ansprüchen der Sozialdienste gerecht.

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Dominique Eva Minder
Die Generation Z in der wirtschaftlichen Sozialhilfe
Entwicklung eines Beratungskonzeptes
Bachelor-Thesis
108 Seiten
12.2020
10.26038/230719