Digitales Bewegungsprogramm für Menschen mit Post-COVID-Syndrom
Ausgangslage: Das Post-COVID-Syndrom stellt eine erhebliche Herausforderung für betroffene Personen dar, insbesondere im Hinblick auf körperlicher Aktivität und die damit verbundene Belastungsintoleranz. Aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen können ambulante Bewegungstherapien und Rehabilitationsmassnahmen ausserhalb der eigenen Wohnung oft nicht wahrgenommen werden. Dies erfordert die gezielte Entwicklung bedarfsgerechter Bewegungsprogramme für diese Zielgruppe. Zielsetzung: Diese Arbeit untersucht, welche spezifischen Anforderungen ein digitales Bewegungsprogramm erfüllen muss, um den Bedürfnissen der Betroffenen des Post COVID-Syndroms gerecht zu werden. Die Eignung der CANTIENICA®-Methode wird als Grundlage für ein entsprechendes Pro-gramm evaluiert. Methodik: Als Untersuchungsmethode wurde die qualitative Datenerhebung mittels einer schriftlichen Gruppendiskussion (Online-Gruppenchat) angewendet. Die Auswertung erfolgte nach der qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz mit der Software MAXQDA 2024. Ergebnisse: Die Analyse der qualitativen Datenerhebung verdeutlicht die Notwendigkeit einer differenzierten Herangehensweise an bedürfnisorientierte Bewegungsangebote für die Ziel-gruppe. Sanfte, auf die individuelle Belastungsgrenze abgestimmte Bewegungsformen fördern positive Erfahrungen, während intensivere Trainingsformen den Gesundheitszustand verschlechtern können. Die CANTIENICA®-Methode wurde als geeignete Grundlage für ein digitales Bewegungspro-gramm identifiziert. Schlussfolgerungen: Die Bedeutung der Partizipation von Betroffenen in der Gesundheits-förderung wird hervorgehoben und praxisorientierte Ansätze zur Entwicklung eines digitalen Bewegungsprogramms für die Zielgruppe aufgezeigt. Die Ergebnisse können zukünftige Forschungsprojekte anregen und die praktische Umsetzung von innovativen Bewegungs-angebote fördern.