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Distanzierungsstrategien Sozialarbeitender im Beratungsprozess gegenüber negativen Grundeinstellungen depressiver Menschen

Das Ziel der vorliegenden Bachelor-Thesis ist, konkrete Distanzierungsstrategien Sozialarbeitender gegenüber negativen Grundeinstellungen depressiver Menschen zu erarbeiten. Damit soll die psychische Gesundheit von Sozialarbeitenden im Beratungsprozess langfristig gewahrt werden. Die Erfahrung zeigt, dass Sozialarbeitende in ihrem beruflichen Alltag häufig mit depressiven Klientinnen und Klienten in Kontakt sind. Diese Kontakte stellen angesichts persönlicher Erfahrungen der Autorenschaft hinsichtlich des eigenen Wohlbefindens und der eigenen Gesundheit eine besondere Herausforderung dar. Die Autorenschaft stellt sich aufgrund dessen die Frage, wie Sozialarbeitende die eigene psychische Gesundheit bewahren können.

In einem ersten Schritt werden die Themenbereiche der psychischen Gesundheit, Depression und der Distanzierung als theoretische Grundbasis mit aktueller Fachliteratur erarbeitet. In einem zweiten Schritt werden nebst zwei Exkursen der Einfluss von Gefühlen und Stimmungen im Denkprozess besprochen. In einem dritten Schritt werden auf der Grundlage dieses Theoriewissens vier Kurzinterviews mit Expertinnen und Experten zur praktischen Anwendung der Nähe- und Distanz und des Umgangs mit Depressiven durchgeführt. In einem letzten Schritt werden die Ergebnisse in einem Faktencheck der Theorie gegenübergestellt, um damit die Leitfrage zu beantworten.

Eine „allgemeingültige Lösung“ für die Distanzierung Sozialarbeitender gegenüber einer negativen Grundeinstellung von Menschen mit Depressionen gibt es nicht. Damit eine Distanzierung erfolgen kann, braucht es Kenntnisse über die Krankheit Depression sowie das Verständnis von Nähe und Distanz. Denn jede Depressionsart und Phase verläuft unterschiedlich und erfordert eine entsprechende Handhabung von Nähe und Distanz seitens der Fachkraft. Die ausgeführten Handlungsempfehlungen aus kognitiver, struktureller und institutioneller Sicht bieten konkrete Möglichkeiten des Handelns, damit eine Distanz zur pessimistischen Einstellung Depressiver erzielt werden kann und die Gesundheit von Sozialarbeitenden gewahrt wird.

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Marco Leuenberger, Natascha Molinari
Distanzierungsstrategien Sozialarbeitender im Beratungsprozess gegenüber negativen Grundeinstellungen depressiver Menschen
Bachelor-Thesis
110 Seiten
30.01.2018
978-3-03796-660-0