Ein Haus - viele Generationen
Generationenübergreifende Wohnprojekte aus Sicht der Sozialen Arbeit
Die vorliegende Bachelorarbeit mit dem Titel «Ein Haus - viele Generationen», verfasst von Helena Schmid und Noemi Suing, untersucht generationenübergreifende Wohnprojekte. Den Kern der Arbeit bilden die Fragen, welche hilfreichen Faktoren zum Gelingen dieser Wohnprojekte beitragen, welche Herausforderungen sich zeigen und inwiefern diese Wohnformen sozialpolitisch relevante Themen adressieren. Durch den demografischen Wandel, die zunehmende soziale Isolation sowie die seltene Durchmischung der verschiedenen Altersgruppen stossen generationenübergreifende Wohnprojekte zunehmend auf Interesse.
Zur theoretischen Einordnung werden sozialpolitische Themen wie Einsamkeit/soziale Isolation, Solidarität zwischen den Generationen, Partizipation und Förderung von Begegnungs- und Austauschmöglichkeiten beigezogen und mit Konzepten zum Sozialkapital und zur Netzwerktheorie verknüpft. Um herauszufinden, ob sich diese Annahmen durch die Erfahrungen aus der Praxis stützen lassen, wurden sechs halbstrukturierte Leitfadeninterviews mit Bewohner*innen sowie Expert*innen aus drei verschiedenen generationenübergreifenden Wohnprojekten in der Schweiz geführt. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass diese Wohnprojekte insbesondere durch bewusst gestaltete Begegnungsräume, partizipative Entscheidungsprozesse und stabile soziale Beziehungen positive Effekte auf das Zusammenleben entfalten können. Es werden aber auch Herausforderungen für die Bewohnenden beschrieben. Abschliessend werden die Bedeutung dieser Wohnformen für die Soziale Arbeit sowie mögliche Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt.