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Eltern als Erziehungspartner in der Heimerziehung

Die Heimerziehung hat sich im Zuge gesellschaftlicher Veränderungsprozesse qualitativ als auch quantitativ stark verändert und modernisiert. Durch die kontinuierliche Ausdifferenzierung der Angebote hat sich die Zahl der Heimplatzierungen in den letzten Jahrzehnten stark reduziert. Trotz des Rückgangs der Platzierungen stellt die klassische Heimerziehung nach wie vor ein Kernbereich sozialpädagogischer Wissens- und Traditionsbestände dar. Mit dem Einfluss neuer Arbeits- und Strukturierungsprinzipien wurde die Zusammenarbeit mit den Eltern zu einem unverzichtbaren konzeptionellen Element für die Heimerziehung. Heute gehört es zu den Qualitätskriterien der Heimerziehung, die Herkunftsfamilie planvoll in den Betreuungsprozess der Klientel miteinzubeziehen. Diese Veränderungen in der Heimerziehung in Beziehung gesellschaftlicher Wandlungsprozesse veranlassten den Autor sich mit dem Thema der "Elternarbeit in der Heimerziehung" zu beschäftigen. Mittels einer Fachliteraturarbeit wird aufgezeigt, dass Elternarbeit im Verständnis eines kooperativen Arbeitsbündnisses aus systemischer, psychoanalytischer und empirischer Perspektive notwendig und sinnvoll ist, umso mehr, weil Eltern aufgrund sozialer und gesellschaftlicher Veränderungen zunehmend Unterstützung verlangen. Es stellt sich heraus, dass folgende Voraussetzungen den Aufbau eines kooperativen Arbeitsbündnisses positiv unterstützen: Professionelle Haltungen der Mitarbeitenden, ein planvoller und strukturierter Erstkontakt als auch strukturelle Rahmenbedingungen.

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Niklaus Pierino
Eltern als Erziehungspartner in der Heimerziehung
Bachelor-Thesis
01.01.2017