Erhalt von lebenspraktischen Fertigkeiten in Erwachseneninstitutionen

eine qualitative Forschung zum Erhalt von lebenspraktischen Fertigkeiten bei erwachsenen Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung im stationären sozialpädagogischen Setting

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Erhalt lebenspraktischer Fertigkeiten bei erwachsenen Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen in stationären Einrichtungen. Ausgangspunkt ist die Hypothese, dass in Erwachseneninstitutionen erworbene Fertigkeiten verloren gehen. Der Theorieteil beschreibt neben lerntheoretischen Ansätzen das Konzept der Lebensweltorientierung sowie die institutionellen Strukturen und professionellen Haltungen der Sozialen Arbeit. Mittels vier Leitfadeninterviews wird untersucht, wie Sozialpädagog*innen im Kanton Luzern die Praxissituation einschätzen und welche Faktoren den Fertigkeitserhalt beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen einen langfristigen Wandel von versorgenden zu befähigenden Ansätzen, dem auf institutioneller Ebene jedoch systematisch entgegengewirkt wird. Zentrale Einflussfaktoren sind die Motivation der Klient*innen, die professionellen Haltungen und das soziale Umfeld. Lebenspraktische Fertigkeiten können langfristig nur erhalten bleiben, wenn sie ihre soziale Funktion in authentischen Lebenszusammenhängen behalten und die Klient*innen Selbstwirksamkeit erleben. Für die Praxis werden sozialpädagogische Handlungsempfehlungen formuliert, die zur Förderung von Selbstständigkeit, sowie zur Schaffung unterstützender institutioneller Rahmenbedingungen beitragen.

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Alina Bosshart
Erhalt von lebenspraktischen Fertigkeiten in Erwachseneninstitutionen
eine qualitative Forschung zum Erhalt von lebenspraktischen Fertigkeiten bei erwachsenen Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung im stationären sozialpädagogischen Setting
Bachelor-Thesis
05.01.2026