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Erziehungsfähig mit Schizophrenie

Erklärungen, Zusammenhänge, Auswirkungen und Handlungsempfehlungen für die Soziale Arbeit

Das Risiko an Schizophrenie zu erkranken, liegt bei rund 1 %. Schizophren Erkrankte haben im Vergleich zu Menschen mit anderen psychischen Krankheiten weniger oft Kinder. In der Schweiz leben schätzungsweise 50'000 Kinder mit einem psychisch erkrankten Elternteil zusammen und weisen ein erhöhtes Risiko auf, selber einmal psychisch zu erkranken.

Die vorliegende Bachelorarbeit richtet den Fokus auf schizophren erkrankte Eltern, deren Erziehungsfähigkeit und mögliche daraus resultierende Auswirkungen wie beispielsweise eine Kindeswohlgefährdung. Im Kindesschutz bestehen unterschiedliche Massnahmen, welche einer solchen Gefährdung mittels individuellen Unterstützungsformen entgegenwirken. Die elterliche Erziehungsfähigkeit kann durch die krankheitsbedingten Einschränkungen beeinträchtigt sein, jedoch können betroffene Eltern mithilfe von konkreten Angeboten in ihrer Erziehungsfähigkeit unterstützt werden. Die Krankheitssymptomatik kann sich auf verschiedene Lebensbereiche auswirken, weshalb die Soziale Arbeit in den unterschiedlichsten Handlungsfeldern mit Betroffenen in Kontakt kommt und in Hilfeprozesse eingebunden wird.

Durch diese Fachliteraturarbeit konnten zwar Tendenzen zu Auswirkungen der elterlichen Erkrankung auf deren Erziehungsfähigkeit festgestellt werden, jedoch konnte keine eindeutige Aussage dazu getroffen werden, da eine Einzelfallbetrachtung unabdingbar ist. Erziehungsfähigkeit stellt somit keine feste Grösse dar und darf nicht pauschal in Frage gestellt werden. Diese Erkenntnis kann für die Soziale Arbeit als Anstoss zu einer aktiven Aufklärungs- sowie Sensibilisierungsarbeit dienen, um einer Tabuisierung und Stigmatisierung entgegenzuwirken.

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Amanda Schneider, Chantal Hackl
Erziehungsfähig mit Schizophrenie
Erklärungen, Zusammenhänge, Auswirkungen und Handlungsempfehlungen für die Soziale Arbeit
Bachelor-Thesis
15.08.2017