«Es soll jeder freiwillig arbeiten dürfen»

Das Rollenverständnis von kirchlichen Sozialarbeitenden des röm.-kath. Dekanats Region Bern in der Zusammenarbeit mit Freiwilligen


ISBN-Nr.:
978-3-03796-666-2
Produkttyp:
Elektronisches Buch
Kategorie:
Master-Thesen (MSc)
Seitenzahl:
72
Erscheinungsjahr:
2018
Publikationsdatum:
16.03.2018
Verlag
Edition Soziothek
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Das Thema Freiwilligenarbeit erfreut sich einer hohen Aufmerksamkeit von öffentlicher, politischer und wissenschaftlicher Seite. Auch in der röm.-kath. Kirche in der Schweiz nimmt das Thema Freiwilligenarbeit sowie deren Förderung bei Diskussionen über die Zukunft der Kirche seit einigen Jahren einen zentralen Stellenwert ein. Wenig Beachtung erhält jedoch die Frage, wie sich Freiwilligenarbeit auf jene Berufsgruppen auswirkt, die innerhalb einer Organisation mit Freiwilligen zusammenarbeiten. An dieser Stelle setzt meine Fallstudie zur kirchlichen Sozialarbeit im röm.-kath. Dekanat Region Bern an. Ziel dieser Arbeit ist es zu analysieren, wie Sozialarbeitende ihre Aufgabe in der Zusammenarbeit mit Freiwilligen beschreiben. Ebenfalls geht es darum, welche Grenzziehungen sie in Bezug auf Freiwilligenarbeit thematisieren, um so den Beitrag der professionellen Sozialarbeit in diesem Kontext besser zu verstehen und sichtbar zu machen. Empirisch basiert die Arbeit auf acht qualitativen Expert_inneninterviews mit kirchlichen Sozialarbeitenden. Ausgewertet wurden sie im Sinne der reflexiven Grounded Theory nach Breuer. Die theoretische Grundlage bilden neben Untersuchungen zur Entwicklung im Bereich der Freiwilligenarbeit die professionstheoretischen Ansätze von Abbott und Pfadenhauer. In der Untersuchung zeigt sich, dass der kirchliche Kontext sowohl auf Seiten der Sozialarbeitenden als auch auf Seiten der Freiwilligen von einer Rollen- und Aufgabenvielfalt geprägt ist. Die Sozialarbeitenden bringen als zentrale currency of competition ihr Fachwissen in verschiedensten Einsatzfeldern und Konstellationen in die Zusammenarbeit mit Freiwilligen ein. Sie legitimieren dadurch eine klare Grenzziehung zwischen professioneller Sozialarbeit und freiwilliger Tätigkeit. Ein wichtiges handlungsleitendes Prinzip in der Zusammenarbeit mit Freiwilligen ist für die Interviewten das Recht auf Freiwilligenarbeit.
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