Förderliche und hinderliche Faktoren in der Zusammenarbeit mit schizophreniebetroffener Klientel in Zwangskontexten Sozialer Arbeit
Eine qualitative Untersuchung unter Peers
Schizophreniebetroffene Menschen sind häufig von Stigmatisierung, sozialer Ausgrenzung und prekären Lebenslagen betroffen. Diese Umstände können dazu führen, dass sie auf soziale Unterstützungsleistungen angewiesen sind und in Zwangskontexte Sozialer Arbeit gelangen. Ziel dieser Bachelor-Arbeit ist es, förderliche und hinderliche Faktoren für die Zusammenarbeit zwischen schizophreniebetroffener Klientel und Sozialarbeitenden zu identifizieren. Methodisch basiert diese Bachelor-Arbeit auf qualitativer Forschung mit leitfadengestützten Interviews von Peers, die mittels strukturierender qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden. Die theoretische Rahmung erfolgt unter anderem mit dem Einbezug der Konzepte von Salutogenese, dem Vulnerabilitäts-Stress-Modell, von Empowerment sowie den spezifischen Bedingungen von Zwangskontexten Sozialer Arbeit. Die Auswertung verdeutlicht die Bedeutung von wertschätzender Beziehungsgestaltung, Transparenz, lebensweltlicher Orientierung, Empowerment und der Wahrung von Handlungsspielräumen als förderliche Faktoren. Als hinderliche Faktoren treten eingeschränkte Handlungsspielräume, Behinderungsmacht, gesundheitsbezogene Herausforderungen, systemische Übergänge sowie Scham und Stigmatisierung hervor. Abschliessend erfolgen Empfehlungen für die Praxis Sozialer Arbeit, die sich insbesondere auf die Beziehungsgestaltung, die Machtanwendung, Handlungsspielräume und den Umgang mit systemischen sowie gesundheitsbezogenen Herausforderungen beziehen.