Frauen in Führungspositionen
Narrative Einblicke in Entscheidungsprozesse von Frauen in Führungspositionen sozialer Organisationen
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, welche Faktoren Frauen in Führungspositionen in der Sozialen Arbeit als kritisch betrachten, wenn sie sich auf eine Führungsposition bewerben. Denn trotz des hohen Frauenanteils sowohl in der Ausbildung als auch im Berufsfeld der Sozialen Arbeit sind die Führungspositionen weiterhin unterproportional mit Frauen besetzt.
Aufbauend auf unterschiedlichen theoretischen Konzepten wird die Problematik mittels qualitativer Forschung aufgearbeitet. Dafür wurden sechs narrative Interviews mit Frauen in Führungspositionen geführt, vier von diesen wurden einer detaillierten narrationsanalytischen Fallanalyse nach Fritz Schütze unterzogen. Die Ergebnisse zeigen auf, dass besonders individuelle Selbstbilder, das soziale Umfeld, biographische Schlüsselereignisse wie auch externe Zuschreibungen entscheidend für eine Führungsentscheidung sind. Zentrale Rollen spielen zudem der Umgang mit strukturellen Barrieren, Vorbilder, ein hohes Mass an Selbstverantwortung wie auch das Vertrauen durch Dritte. Trotz biographischer Unterschiede ergeben sich ähnliche Muster in Entscheidungsprozessen, weshalb strukturelle Unterstützung und Mitwirkungsmöglichkeiten bereits im Ausbildungsprozess relevant sind. Aus diesem Grund schliesst die Arbeit mit konkreten Empfehlungen mit Fokus auf Fachhochschulen ab.