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Frühe Förderung in der Sozialhilfe

Prävention oder unnötiger Aufwand?

In der Schweiz wachsen viele Kinder mit Armut auf und diese Personengruppe ist am stärksten vom Sozialhilfebezug betroffen. Sozialhilfe dient zur Existenzsicherung der betroffenen Personen und fördert deren Integration in die Gesellschaft. Die Frühe Förderung zielt auf die frühe Kindheit ab und wirkt sich positiv auf die Kinder aus. Sie schafft Chancengleichheit und bringt unterschiedliche volkswirtschaftliche Nutzen mit sich. Die armutsbetroffenen Kinder profitieren von den Angeboten der Frühen Förderung am meisten und trotzdem wird die Finanzierung durch die Sozialhilfe teilweise aktiv abgelehnt. Familien und Kinder in der Sozialhilfe sind am schlechtesten versorgt in Bezug auf die Massnahmen der Frühen Förderung. Die vorliegende Bachelorarbeit mit dem Titel Frühe Förderung in der Sozialhilfe – Prävention oder unnötiger Aufwand? versucht aufzuzeigen, welche Handlungsmöglichkeiten die Soziale Arbeit innerhalb der Sozialhilfe in Bezug auf die Frühe Förderung hat und welche Voraussetzungen für die Erfüllung dieses Auftrages gegeben sein müssen. Dazu wurden aktuelle Studien und Literatur recherchiert und untersucht. Die Autorin kam zum Ergebnis, dass die Soziale Arbeit unterschiedliche Aufträge innerhalb der Sozialhilfe hat. Sie muss die Situation aller betroffenen Personen prüfen und bei Bedarf individuelle Leistungen gewähren. Zur Ermöglichung müssen strukturelle Rahmenbedingungen vorhanden sein. Sämtliche Akteur*innen und vor allem die betroffenen Familien sowie Kinder profitieren von den Angeboten der Frühen Förderung. Aus diesem Grund hat auch die Sozialhilfe ihren Auftrag in Bezug auf die Frühe Förderung anzuerkennen. Die Soziale Arbeit könnte mit ihrem Fachwissen einen wesentlichen Beitrag leisten.

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Sara Woodtli
Frühe Förderung in der Sozialhilfe
Prävention oder unnötiger Aufwand?
Bachelor-Thesis
15.08.2020