Frühkindlicher Autismus und herausforderndes Verhalten

Welche Möglichkeiten und Grenzen bietet der TEACCH-Ansatz zur Verminderung von herausforderndem Verhalten bei Kindern und Jugendlichen mit frühkindlichem Autismus?


Produkttyp:
Elektronisches Buch
Seitenzahl:
68
Erscheinungsjahr:
2018
Publikationsdatum:
07.06.2019
Verlag
Edition Soziothek
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Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, welche Möglichkeiten und Grenzen der TEACCH-Ansatz zur Verminderung von herausforderndem Verhalten bei Kindern und Jugendlichen mit frühkindlichem Autismus bietet. Zur Beantwortung dieser Leitfrage, wird aufgezeigt, inwiefern frühkindlicher Autismus mit herausfordernden Verhaltensweisen in Zusammenhang steht und welche Rolle dabei die Symptome der Störung spielen. Dazu wird die Bedeutung der Kommunikation im Hinblick auf herausfordernde Verhaltensweisen erläutert und die ökologische Entwicklungstheorie von Bronfenbrenner herbeigezogen.
Ziel dieser Arbeit ist es, durch die Auseinandersetzung mit frühkindlichem Autismus und der Thematik herausfordernder Verhaltensweisen erkennen zu können, welche Faktoren das Entstehen und die Funktionen von herausforderndem Verhalten bei Kindern und Jugendlichen mit frühkindlichem Autismus beeinflussen. Dadurch kann analysiert werden, inwiefern der TEACCH-Ansatz auf diese Einflussfaktoren eingeht und eine Interventionsmethode im Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen bei Kindern und Jugendlichen mit frühkindlichem Autismus bietet.
Die Erkenntnisse haben gezeigt, dass der TEACCH-Ansatz durch die Methode des Structured TEACCHing und den Visualisierungen sowie den Kommunikationshilfen verschiedene Funktionen herausfordernder Verhaltensweisen angehen kann, sodass dieses vermindert werden kann. Wo dieses problematische Verhalten jedoch in weiteren Komorbiditäten von frühkindlichem Autismus, wie beispielsweise psychischen Störungen, begründet liegt, greift der TEACCH-Ansatz zu kurz, sodass weitere Behandlungsmassnahmen ergriffen werden müssen. Auch Funktionen von herausfordernden Verhaltensweisen, die nicht durch Strukturierungen und Visualisierungen beeinflusst werden können, wie zum Beispiel die Vermeidungs- oder Durchsetzungsfunktion, stellen Grenzen des TEACCH-Ansatzes im Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen bei der besagten Zielgruppe dar.
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