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Gemeinschaft in Gemeinschaft

Eine qualitative Forschung über das Zusammenleben zwischen einer Gemeinschaft und einem Dorf

Soziale Gemeinschaften bieten Halt in verlässlichen und identitätsstiftenden Lebensstrukturen, welche in einer Zeit von Individualisierung und Globalisierung vermehrt gesucht werden. Die alternativen Lebensformen sind immer auch in gesellschaftliche Strukturen eingebettet und beispielsweise einem Dorf angegliedert. An solchen Schnittstellen treffen verschiedenste Lebensweisen aufeinander, was sich auf die Art und Weise des Zusammenlebens auswirkt. Dabei ergeben sich Chancen wie Risiken. Ziel dieser Arbeit ist es, relevante Aspekte in Bezug auf ein gelingendes Mit- und Nebeneinander zwischen einer Gemeinschaft und dem Dorf, in welchem sie angesiedelt ist, herauszukristallisieren und dabei Erkenntnisse für die Soziokulturelle Animation abzuleiten. Dies geschieht durch eine qualitative Forschung anhand eines konkreten Beispiels sowie theoretische Grundlagen. Die Leitfadeninterviews mit Mitgliedern der Gemeinschaft Le Montois und weiteren Bewohnenden des Dorfs Undervelier zeigen eine grosse Fülle von Faktoren auf, die sowohl für Gemeinschaften und Gemeinden wie auch für andere Bereiche des Zusammenlebens relevant sind. Eine offene Grundhaltung sowie entsprechende Werthaltungen, Möglichkeiten und Wahrnehmungen von Beteiligung, interaktivem Austausch und sozialen Beziehungen stärken das Gemeinwohl, fördern den sozialen Zusammenhalt und führen dadurch zu einem gelungenen interaktiven und partizipativen Mit- und Nebeneinander. Daraus zeigt sich, dass ein Zusammenleben an solchen Schnittstellen sehr bereichernd sein kann. Aus diesen Aspekten kann die Soziokulturelle Animation für ihr Handeln an Schnittstellen und in der Förderung eines gelingenden Zusammenlebens wegweisende Ansätze mitnehmen.

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Melanie Seeholzer, Julia Alice Künzler
Gemeinschaft in Gemeinschaft
Eine qualitative Forschung über das Zusammenleben zwischen einer Gemeinschaft und einem Dorf
Bachelor-Thesis
15.08.2015