Geschlechtergerechtigkeit fördern
Entwicklung einer schulsozialarbeiterischen Intervention für weibliche Jugendliche
Trotz verfassungsrechtlich verankerter Gleichstellung bestehen in der Schweiz weiterhin strukturelle geschlechtsbezogene Benachteiligungen, die sich bereits im Jugendalter manifestieren. Besonders weibliche Jugendliche sind in zentralen Sozialisationskontexten wie Familie, Schule, Peergroup und Medien mit sexistischen Stereotypen konfrontiert, welche die Entwicklung einer stabilen Ich-Identität beeinträchtigen können. Obwohl die Schulsozialarbeit als wichtiger Handlungsraum gilt, mangelt es bislang an konkreten, theoriebasierten und praxisnahen Konzepten zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit im schulischen Alltag. Die vorliegende Bachelorarbeit adressiert diese Wissenslücke durch die entwicklungstheoretische Konzeption einer schulsozialarbeiterischen Intervention, die gezielt weibliche Jugendliche anspricht. Die Intervention basiert auf psychologischen, soziologischen und pädagogischen Ansätzen und ist sowohl theoretisch als auch empirisch fundiert. Ziel ist es, geschlechtsspezifische Stereotypen kritisch zu hinterfragen, Selbstreflexion zu fördern und die Identitätsentwicklung zu stärken. Es handelt sich dabei nicht um ein implementiertes oder evaluiertes Programm, sondern um einen fundierten Entwurf, der wissenschaftliche Erkenntnisse mit schulischer Praxis verbindet. Die Arbeit versteht sich als Beitrag zur professionsbezogenen Auseinandersetzung mit Gleichstellung im schulischen Kontext.