Gesundheitliche Ungleichheit bei suchtbetroffenen älteren Menschen

Handlungsansätze für die Soziale Arbeit

Die Bachelorarbeit Gesundheitliche Ungleichheit bei suchtbetroffenen älteren Menschen von Aline Denier und Petra Gisler untersucht auf Grundlage wissenschaftlicher Literatur das Zusammenspiel von Sucht, Alter und gesundheitlicher Ungleichheit. Ausgangspunkt ist die Praxisfrage: Was kann die Soziale Arbeit zur Verringerung der gesundheitlichen Ungleichheit und zur Förderung von Chancengerechtigkeit beitragen? Gesundheit gilt als zentrale Voraussetzung für Teilhabe, Selbstbestimmung und Lebensqualität, ist jedoch stark von sozialen Lebenslagen abhängig. Durch die Pensionierung können Mehrfachbelastungen wie Einsamkeit, finanzielle Einschränkungen und Rollenverluste zunehmen, wodurch sich das Risiko einer Sucht erhöhen kann. Empirische Daten zeigen insbesondere einen Anstieg des Konsums von Alkohol sowie Schlaf- und Beruhigungsmitteln im höheren Lebensalter.

Für die Soziale Arbeit ergeben sich daraus klare Aufträge: Neben der individuellen Begleitung Betroffener sind auch präventive, strukturelle und sozialpolitische Interventionen notwendig, um Chancengleichheit zu fördern. Fachpersonen sind gefordert, gesundheitliche Ungleichheiten sichtbar zu machen, Diskriminierung entgegenzuwirken und gemeinsam mit relevanten Akteur:innen nachhaltige Lösungsansätze zu entwickeln. Für diesen vielschichtigen und anspruchsvollen Auftrag ist es zentral, dass Fachpersonen der Sozialen Arbeit ein gemeinsames fachliches Verständnis für das Zusammenspiel von Sucht, Alter und gesundheitlicher Ungleichheit entwickeln. Ziel ist es, suchtbetroffene ältere Menschen nicht nur auf individueller Ebene zu unterstützen, sondern auch ihre gesellschaftliche Teilhabe und Position langfristig zu stärken.

 

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Aline Denier, Petra Gisler
Gesundheitliche Ungleichheit bei suchtbetroffenen älteren Menschen
Handlungsansätze für die Soziale Arbeit
Bachelor-Thesis
05.01.2026