Gesundheitliche Ungleichheit im Alter
Die Rolle der Sozialen Arbeit in der chancengerechten Förderung psychischer Gesundheit älterer Menschen in der Schweiz
Die Bachelorarbeit Gesundheitliche Ungleichheit im Alter ? Die Rolle der Sozialen Arbeit in der chancengerechten Förderung psychischer Gesundheit älterer Menschen in der Schweiz von Alessia Maina untersucht, wie die psychische Gesundheit älterer Menschen mit niedrigem sozioökonomischem Status (SES) in der Schweiz chancengerecht gefördert werden kann und welche Rolle der Sozialen Arbeit dabei zukommt. Grundlage bildet eine theoriegeleitete Literaturrecherche, in der wissenschaftliche Fachliteratur, gesundheitswissenschaftliche Berichte sowie praxisorientierte Publikationen aus dem schweizerischen Kontext herangezogen werden. Im Zentrum stehen gesundheitliche Ungleichheit im Alter, psychische Gesundheit, soziale und strukturelle Determinanten sowie Zugangsbarrieren zu gesundheitsfördernden Angeboten. Die Analyse zeigt, dass ältere Menschen mit niedrigem SES häufiger von kumulierten Belastungen betroffen sind und zugleich mehr Zugangsbarrieren zu Unterstützung erleben. Chancengerechte Gesundheitsförderung muss deshalb individuelle Ressourcenstärkung mit der Verbesserung sozialer Lebensbedingungen verbinden. Die Soziale Arbeit kann dazu beitragen, indem sie psychosoziale Unterstützung leistet, materielle und soziale Ressourcen erschliesst, soziale Teilhabe fördert, Zugänge zu Angeboten erleichtert und strukturelle Benachteiligungen sichtbar macht. Die Arbeit kommt zum Schluss, dass Soziale Arbeit gesundheitliche Ungleichheit nicht allein beseitigen kann, jedoch eine wichtige vermittelnde, lebensweltorientierte, ressourcenerschliessende und anwaltschaftliche Rolle in der chancengerechten Förderung psychischer Gesundheit im Alter einnimmt.