Gleich und gleich gesellt sich gern?!

Eine qualitative Forschung über das nachbarschatliche Zusammenleben in einer konstruiert sozial-durchmischten Siedlung

In einer Zeit der kulturellen Vielfalt, mit zahlreichen unterschiedlichen Lebensstilen und Gewohnheiten stellt sich die Frage wie mit dieser Diversität umgegangen werden kann. Mit dem Fokus auf den Lebensbereich Wohnen arbeiten Genossenschaften und Siedlungen vermehrt mit dem Begriff der sozialen Durchmischung. Sie wollen damit ein vielfältiges, sozial-nachhaltiges, spannendes und modernes Zusammenleben für die Bewohnenden sichern. Gleichzeitig fehlt eine einheitliche Definition des Begriffes der sozialen Durchmischung. Auch die Ausführungen und Auswirkungen der sozialen Durchmischung werden sehr kontrovers diskutiert. Die vorliegende Bachelorarbeit geht der Frage nach, wie die Bewohnenden einer konstruiert sozial durchmischten Siedlung das Zusammenleben empfinden. Die Begriffe der Nachbarschaft und der sozialen Durchmischung werden anhand von Theorien erklärt und kritisch betrachtet. Die qualitative Forschung an der Siedlung Kulturpark zeigt ergänzend zur Theorie, wie schwierig zu definieren die beiden Begrifflichkeiten sind. Nachbarschaft wird sehr stark durch die subjektive Wahrnehmung und Faktoren wie Räumlichkeiten, momentane Lebenslagen und Erfahrungen beeinflusst. Auch der Begriff der sozialen Durchmischung zeigt sich als schwer einordbar, da die wahrnehmbaren Unterschiede oft als ausschlaggebend für die soziale Durchmischung fungieren, diese aber noch nicht viel über die gefühlten Unterschiede aussagen. Auch für die Soziokulturelle Animation sind Nachbarschaft und soziale Durchmischung wichtige Begriffe, die sorgfältig betrachtet werden müssen.

Mehr Weniger
Carla Emch
Gleich und gleich gesellt sich gern?!
Eine qualitative Forschung über das nachbarschatliche Zusammenleben in einer konstruiert sozial-durchmischten Siedlung
Bachelor-Thesis
15.08.2016