Ich bin kein Model – aber Top!

Was unterstützt Mädchen im produktiven Umgang mit Körperidealen aus den Medien?


ISBN-Nr.:
978-3-03796-601-3
Produkttyp:
Elektronisches Buch
Kategorie:
Bachelor-Thesen (BSc)
Seitenzahl:
103
Erscheinungsjahr:
2016
Publikationsdatum:
13.12.2016
Verlag
Edition Soziothek
Kostenlos Herunterladen
Der Forschungsgegenstand dieser Bachelorarbeit sind Mädchen zwischen 12 und 16 Jahren und ihr Umgang mit idealisierten Frauenkörperdarstellungen in den Medien. Francine Buchwalder und Uta Siebel Müller stellen die Datenerhebung von vier Gruppeninterviews dar und werten diese in Bezug zu ausgewählten Theorien aus. Es gelingt aufzuzeigen, dass Schönheitsideale die Mädchen im Alltag begleiten, sie sich an ihnen orientieren und an ihnen ausrichten. Bei allen befragten Mädchen löst ein Vergleich mit dem Idealbild eine Körperunzufriedenheit aus. Daraus entwickeln sie unterschiedliche Handlungsstrategien. Diese gehen vom Wegdrücken eines Bildes auf dem Smartphone, über das Absolvieren einer Gesundheitswoche, bis hin zum individuellen Ganzjahresprojekt zur Körperformung.

Am Modell der produktiven Realitätsverarbeitung nach Klaus Hurrelmann (2010, S.133) und den Entwicklungsaufgaben nach Gudrun Quenzel (2015, S.155) konnten die spezifischen Herausforderungen aufgezeigt werden, welche im Jugendalter bewältigt werden müssen. Der Einfluss von Medienbildern bewirkt eine Unzufriedenheit mit dem eigenen Körperbild und wirkt so auf das gesundheitliche Wohlbefinden der Mädchen (Schär & Weber, 2015, S.26).

Diese Forschungsarbeit zeigt den ungleichen Zugang zu Ressourcen und seine Auswirkung auf einen produktiven Umgang der befragten Mädchen mit idealisierten Körperbildern. In der Sozialen Arbeit ist deshalb Handeln nach dem Konzept der ausgleichenden Gerechtigkeit gefordert (Beat Schmocker, 2011, S.28); konkret sind Projekte zur Ressourcenstärkung von Mädchen und eine Positionierung von Fachpersonen gefragt.
Mehr Weniger