Inklusive Offene Kinder- und Jugendarbeit für junge Menschen mit und ohne Behinderungen
Handlungsempfehlungen für Fachpersonen
Die Bachelorarbeit «Inklusive Offene Kinder- und Jugendarbeit für junge Menschen mit und ohne Behinderungen» von Melea Graber untersucht, wie Fachpersonen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, abgekürzt OKJA, ihre Angebote inklusiv gestalten können. Ausgangspunkte sind das fehlende inklusive Erfahrungswissen in der Praxis der OKJA sowie der Inklusionsauftrag der UN-Behindertenrechtskonvention. Die Arbeit begründet, dass sich die OKJA aufgrund ihrer gesetzlichen Grundlage sowie ihrer Grundprinzipien inklusiv ausrichten sollte. Dazu werden das Kompetenzprofil von inklusiver Pädagogik und der Index für Inklusion genutzt. Mit Expert:inneninterviews wurden zwei Fachpersonen aus dem Bereich der OKJA und zwei aus dem Bereich der Inklusion zu förderlichen und hinderlichen Faktoren befragt. Die qualitativen Interviews wurden mit der inhaltlich strukturierenden Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet und theoriebasiert diskutiert. Die empirischen Daten zeigten auf, dass eine Organisation der OKJA inklusive Leitbilder sowie eine positive Fehlerkultur braucht. Ausserdem sollen den Mitarbeitenden Gesprächszeiten für gemeinsame Haltungsdiskussionen und Weiterbildungsmöglichkeiten, wie beispielsweise zu leichter Sprache, ermöglicht werden. Fachpersonen sollen eine reflexive, diskriminierungssensible Haltung einnehmen und interdisziplinär zusammenarbeiten. Mit zugänglichen Hochschulen und inklusiven Ausbildungsinhalten können Angestellte der OKJA fachliche Sicherheit gewinnen. Auf diese Weise soll Inklusion in der OKJA selbstverständlich werden und zur vollen und wirksamen Teilhabe aller Menschen an der Gesellschaft beitragen.