Integration im städtischen Raum

Am Beispiel der Stadt Zürich

Diese Bachelorarbeit befasst sich mit Integration im städtischen Raum am Beispiel der Stadt Zürich. Ausgehend von der Beobachtung zunehmender sozialräumlicher Ungleichheiten analysiert die Arbeit, wie Integration auf den drei Ebenen Gesamtstadt, Quartier und öffentlicher Raum verstanden, gestaltet und verhandelt wird. Im Zentrum steht die Frage, welche Bedeutung raumbezogene Soziale Arbeit für die Integrationsförderung der Stadt Zürich hat.

Auf Basis integrationstheoretischer Ansätze wie der Assimilationstheorie, dem Multikulturalismus oder dem Sozialkapital und einer kritischen Auseinandersetzung mit (Integrations-)politik wird aufgezeigt, dass Integration oftmals einem Verständnis nahe an einer funktionalen Anpassungsleistung gedacht ist, während soziale Teilhabe und räumliche Bedingungen vernachlässigt werden. Die Analyse sozialräumlicher Faktoren wie Segregation, Kontexteffekte und Gentrifizierung macht deutlich, dass Quartiere und öffentliche Räume zentrale Orte für soziale Integration darstellen, jedoch auch Spannungsverhältnissen von Ausgrenzung und Macht betroffen sind.

Anhand von zwei Fallbeispielen, dem Projekt „Neue Gärten Zürich“ und der Gassenarbeit des Sozialwerks Pfarrer Sieber, wird in dieser Arbeit gezeigt, wie raumbezogene Soziale Arbeit konkret arbeitet und dabei auf Beziehung, Partizipation und Alltagsverankerung setzt, mit dem Ziel von sozialer Teilhabe.

Die Arbeit plädiert für eine kritisch-reflexive Soziale Arbeit, die sich im Sinne des Tripelmandats wissenschaftlich fundiert, ethisch begründet und politisch positioniert in die Gestaltung städtischer Integrationsprozesse einmischt und diese versucht zu beeinflussen.

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Uorsin Fidel Stampfli
Integration im städtischen Raum
Am Beispiel der Stadt Zürich
Bachelor-Thesis
30.09.2025