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Integrative Sozialdiagnostik im Umgang mit Sterbenden

ein Beitrag der Sozialen Arbeit zur interprofessionellen Zusammenarbeit in der Palliative Care

Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit ist die Erfahrung, dass im Zürcher Lighthouse Kompetenzzentrum für palliative Pflege und Medizin (ZLH) regelmässig komplexe Fallsituationen auftreten, deren Analyse den Rahmen der bestehenden Gefässe sprengt. Gleichzeitig kann die Soziale Arbeit auf integrative Diagnostikinstrumente zurückgreifen, deren Anwendung bei derart komplexen Situationen einem vertieften Fallverstehen und einer wissenschaftsbasierten Interventionsplanung förderlich ist. Welche Chancen bietet also eine integrative Diagnostik im Umgang mit Sterbenden und wo stösst die Methode an ihre Grenzen? Im Zentrum der Projektarbeit steht die Anwendung der integrativen Gestaltungsdiagnostik nach Gahleitner, Hinterberger, Kreiner und Jost (2014) im ZLH. Die Gestaltungsdiagnostik erweist sich durch ihre Prozessorientierung, die Anerkennung der Relevanz lebensweltlicher Bezüge von Sterbenden und den biographiesensiblen Blick auf den Umgang mit dem Sterben als geeignete Methode zur Fallanalyse und Interventionsplanung im palliativen Kontext. Die Diagnostikmethode wird an die institutionellen Rahmenbedingungen der Praxisorganisation angepasst und im Rahmen der im ZLH etablierten Fachgespräche angewendet. Die Resonanz auf die durchgeführten Fallbesprechungen zu palliativen Komplexsituationen ist erfreulich, letztere generieren offenbar ein vertieftes Fallverstehen beim interprofessionellen Team und ermöglichen dadurch eine hochwertige Behandlungs- und Betreuungsqualität. Der Qualität der gelebten interprofessionellen Zusammenarbeit kommt dabei eine tragende Rolle zu.

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Susanne Schmidtchen Pauli
Integrative Sozialdiagnostik im Umgang mit Sterbenden
ein Beitrag der Sozialen Arbeit zur interprofessionellen Zusammenarbeit in der Palliative Care
Bachelor-Thesis
14.06.2021