Körperorientierte Traumatherapiemethoden als Möglichkeit für die Traumapädagogik

Körperorientierte Methoden für die Traumapädagogik

Die vorliegende Bachelorarbeit von Assja Lienhard und Anick Zollinger untersucht, inwiefern körperorientierte Methoden aus der Traumatherapie, die traumapädagogische Praxis im stationären Kinder- und Jugendbereich ergänzen könnten. Dies wird exemplarisch an den Methoden Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR), Klopftherapie und Tension and Trauma Release Exercises (TRE) dargestellt. Ausgangspunkt ist die hohe Prävalenz traumatischer Erfahrungen bei Kindern und Jugendlichen in stationären Einrichtungen. Die Traumapädagogik stellt durch Beziehungsarbeit, Sicherheit und Selbstwirksamkeit eine stabilisierende Grundlage dar. Mittels Literaturrecherche wurden wissenschaftliche Erkenntnisse zu Trauma, posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS), körperorientierten Methoden ausgearbeitet. Weiter wurde Wissen zum Professionalitätsdiskurs der Sozialen Arbeit und Sozialpädagogik sowie deren Verhältnis zur Psychotherapie erarbeitet. Die Analyse zeigt, dass körperorientierte Methoden geeignet sein könnten, Herausforderungen im stationären Setting zu begegnen, insbesondere in Kombination mit traumapädagogischen Ansätzen. Vorausgesetzt werden dafür eine interdisziplinäre Zusammenarbeit und vertiefte Fachkenntnisse. Obschon die Ergebnisse mittels weiterer Forschung überprüft werde sollten, deuten sie darauf hin, dass eine Integration körperorientierter Methoden eine praxisnahe und potenziell wirksame Ergänzung darstellen könnte.

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Assja Lienhard, Annick Zollinger
Körperorientierte Traumatherapiemethoden als Möglichkeit für die Traumapädagogik
Körperorientierte Methoden für die Traumapädagogik
Bachelor-Thesis
11.08.2025