Konstruktivismus und Ethik in der Sozialen Arbeit

Radikal- und relationalkonstruktivistische ethische Betrachtungen in Bezug auf die Soziale Arbeit

Diese Arbeit untersucht, ob konstruktivistische Ansätze mit ethischen oder berufsethischen Normen vereinbar sind oder solche sogar formulieren können. Anhand von Theorien des radikalen und relationalen Konstruktivismus und der philosophischen Ethik zeigt sie auf, dass ethische Überlegungen und Schlussfolgerungen innerhalb der Sozialen Arbeit möglich sind. Dies kann dadurch gelingen, dass sie sich am Hauptziel der Sozialen Arbeit orientieren können, welches lautet, zu helfen. Diese Regeln kann sie aber nur selbst formulieren und reflektieren und sich dabei auf kein allgemeingültiges Normensystem berufen. Sie sind auch nicht trennscharf von der Selbstdefinition und den Handlungstheorien zu unterscheiden. Auch kann sie nicht beanspruchen, dass die formulierten Regeln allgemeingültig und verbindlich sind. Sie bleiben dynamisch und veränderlich und lassen den Fachpersonen Spielräume, um sie zu interpretieren und auszulegen. Das bietet ihnen die Möglichkeit, individuelle Lösungen für konkrete Situationen zu entwickeln. Es bedeutet auch, dass die entstehenden Normen angepasst, verändert und überarbeitet werden können und müssen. Dies muss durch einen gemeinsamen, mindestens teilweisen Konsens innerhalb der Sozialen Arbeit geschehen. Die Arbeit basiert auf theoretischer Literatur zum Konstruktivismus und zur Ethik. Aus der Analyse geht hervor, dass es nicht möglich ist, durch den Konstruktivismus allgemeine ethische Positionen zu formulieren. Er macht es aber möglich, individuelle Handlungsansätze zu entwickeln und ethisch zu reflektieren.

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Patrick Lötscher
Konstruktivismus und Ethik in der Sozialen Arbeit
Radikal- und relationalkonstruktivistische ethische Betrachtungen in Bezug auf die Soziale Arbeit
Bachelor-Thesis
11.08.2025