Kulturelle Teilhabe postmigrantischer Laienkultur

Eine quantitative Untersuchung in Aargauer Gemeinden

Unter dem Titel "Kulturelle Teilhabe postmigrantischer Laienkultur, eine Quantitative Untersuchung in Aargauer Gemeinden" analysieren Alena Kunz und Nina Paunović die kulturelle Teilhabe postmigrantischer Laienkultur auf kommunaler Ebene im Kanton Aargau. Untersucht wird, welches Kulturverständnis die Gemeinden prägt, wie sich die Sichtbarkeit (post)migrantischer Laienkultur zeigt und welche Bedeutung dies für das kantonale Kulturkonzept sowie für Fachpersonen der soziokulturellen Animation hat. Anhand der Daten werden Ausschlussmechanismen, vorherrschende Kulturverständnisse und Förderlogiken aufgedeckt. Empirisch basiert die Forschung auf einer Online-Befragung mit einer Rücklaufquote von 42,64 %. Die Theoretische Grundlage dazu bilden Naika Foroutans Theorie der postmigrantischen Gesellschaft, Pierre Bourdieus Sozialraumtheorie sowie das Konzept des Cultural Citizenship. Analysiert und kodiert wird nach Kuckartz. Die Ergebnisse zeigen eine Lücke zwischen vorhandener kultureller Vielfalt und deren institutioneller Wahrnehmung auf. Die geringe Sichtbarkeit erweist sich als Ausdruck struktureller Ausschlussmechanismen, die mit selektiven Förderlogiken zusammenhängen. Die Arbeit kommt zum Schluss, dass Förderziele und Massnahmen auf kantonaler Ebene in der kommunalen Praxis nur begrenzt wirksam werden. Aus den Ergebnissen werden Handlungsempfehlungen abgeleitet. Die Soziokulturelle Animation wird als Schlüsselfaktor hervorgehoben, indem aufgezeigt wird, wie sie postmigrantische Laienkultur gezielt fördern und deren kulturelle Teilhabe am kommunalen Kulturleben stärken kann.

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Alena Kunz, Nina Paunovic
Kulturelle Teilhabe postmigrantischer Laienkultur
Eine quantitative Untersuchung in Aargauer Gemeinden
Bachelor-Thesis
05.01.2026