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Mit dem eigenen Kind sexuellen Missbrauch bewältigen

Handlungsoptionen für die Beratung Sozialer Arbeit im Verarbeitungsprozess von betroffenen Kindern und nicht-missbrauchenden Elterteilen gestützt auf die Risiko- und Schutzfaktoren

Sexueller Missbrauch an Kindern unterliegt immer noch einem hohen Tabuthema, umso mehr, wenn der Missbrauch in der Familie stattfindet. Eine Missbrauchserfahrung im jungen Kindesalter bedeutet für die meisten Betroffenen einen schweren Einschnitt ins Leben mit erheblichen Folgen. Doch nicht nur das Kind ist von dieser Tat betroffen, sondern auch sein näheres Umfeld. Wie die Familie auf die Tat reagiert und es ihnen gelingt das Kind in der Bearbeitung des Geschehens zu unterstützen, hat einen erheblichen Einfluss darauf, wie das Kind die Tat verarbeiten kann. Dadurch, dass die ausgelösten Reaktionen des Umfeldes für das Kind und seine gesunde Entwicklung von hoher Bedeutung sind, ist es in der Beratung unbedingt notwendig, die Familie miteinzubeziehen. Die vorliegende Bachelorarbeit betrachtet die risikohaften und schützenden Faktoren eines Kindes nach der Aufdeckung von sexuellem Missbrauch. Hierfür wurde eine Übersicht über die verschiedenen Risiko- und Schutzfaktoren anhand der Ebene des Kindes, der Ebene der Familie, der Ebene des familiären und sozialen Umfeldes und der Ebene der Gesellschaft erstellt. Aufgrund der Wichtigkeit des Familiensystems, wurden diese Faktoren mit den unterschiedlichen Reaktionen der Familie und dessen Umfeld in eine Verbindung gesetzt. Dies ermöglicht es, in dieser Arbeit spezifisch auf Risiko- und Schutzfaktoren einzugehen, welche im Verarbeitungsprozess zu fördern oder minimieren sind. Die Beratung und Begleitung von einem sexuell missbrauchten Kind und dessen nicht-missbrauchenden Elternteil braucht spezifisches Wissen und somit erlaubt es diese Arbeit hierfür erarbeitete Handlungsoptionen für die Soziale Arbeit konkret darzustellen.

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Leanja Kaiser, Corinne Saladin
Mit dem eigenen Kind sexuellen Missbrauch bewältigen
Handlungsoptionen für die Beratung Sozialer Arbeit im Verarbeitungsprozess von betroffenen Kindern und nicht-missbrauchenden Elterteilen gestützt auf die Risiko- und Schutzfaktoren
Bachelor-Thesis
15.08.2016