Motivationsarbeit als Chance für die SPF?

Möglichkeiten und Grenzen der Motivationsarbeit in der Sozialpädagogischen Familienbegleitung

Die vorliegende Bachelorarbeit hat das Ziel, die Möglichkeiten und Grenzen von Motivationsarbeit in der Sozialpädagogischen Familienbegleitung (SPF) aufzuzeigen. Fachkräfte in diesem Tätigkeitsfeld sind gefordert, gemeinsam mit Familien ein bearbeitbares Problem zu identifizieren und Veränderungsprozesse anzustossen. Die sozialpädagogische Arbeit gestalte sich dabei besonders herausfordernd, wenn die Mitwirkungsbereitschaft von Familien, oft bedingt durch das Spannungsfeld zwischen Hilfe und Kontrolle, nur gering ausgeprägt ist. In diesem Zusammenhang erweist sich Motivation als Schlüsselfaktor für gelingende Veränderung.

Die Arbeit legt theoretische Grundlagen des Konstrukts Motivation dar und analysiert praxisrelevante Methoden und Verfahren der Motivationsarbeit, um deren Potenzial im Kontext der SPF kritisch zu reflektieren. Im Fokus stehen drei etablierte Methoden und Verfahren: die Motivierende Gesprächsführung, das Zürcher Ressourcen Modell & Training sowie das Praxismanual zur Motivationsförderung. Diese werden hinsichtlich ihrer theoretischen Fundierung, Wirkmechanismen und Anwendungsmöglichkeiten in der SPF untersucht.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Motivation bei Familien nicht vorausgesetzt werden darf, sondern durch gezielte Methoden und Verfahren aufgebaut und gestärkt werden muss. Motivationsarbeit eröffnet auf Basis einer vertrauensvollen Arbeitsbeziehung und professionellen Haltung die Möglichkeit, Problembewusstsein und Selbstwirksamkeit der Familien zu stärken und so Veränderungen nachhaltig zu fördern. Die Arbeit empfiehlt eine stärkere Verankerung der Motivationsarbeit in der Praxis der SPF unter gleichzeitiger Berücksichtigung ihrer Grenzen.

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Sarah Schöpfer
Motivationsarbeit als Chance für die SPF?
Möglichkeiten und Grenzen der Motivationsarbeit in der Sozialpädagogischen Familienbegleitung
Bachelor-Thesis
11.08.2025