Nachhaltige Entwicklung als Handlungsfeld der Soziokulturellen Animation auf lokaler Ebene
Eine theoretische Herleitung auf Grundlage von Professionsverständnis und gesellschaftlichen Transformationsanforderungen
Die Agenda 2030 und ihre 17 Ziele für eine Nachhaltige Entwicklung sind mittlerweile zehn Jahre alt und die Weltgemeinschaft hat sie noch nicht erreicht. Die nachhaltige Entwicklung (NE) braucht mehr Engagement. Hier schliesst diese Arbeit an und befasst sich mit der Frage, inwiefern die Soziokulturelle Animation (SKA) besonders geeignet ist, sich für NE einzusetzen. Ziel der Analyse ist es, die grosse Schnittmenge der Forderungen für NE aus Politik, Gesellschaft und Transformationsforschung mit den Kompetenzen und Arbeitsweisen der SKA aufzuzeigen und damit die SKA als prädestinierte Profession für eine NE zu legitimieren. Dies wird anhand einer Literaturrecherche und dem Gegenüberstellen der theoretischen Kriterien der Konzepte NE, Transformation und der SKA dargelegt. Mit ihren Methoden aktiviert und befähigt die SKA Menschen und Gruppen aus der Zivilgesellschaft für eine NE aktiv zu werden, indem sie die kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung fördert, die Demokratie durch Partizipationsprozesse stärkt und sich für soziale Gerechtigkeit und den respektvollen Umgang mit dem Planet Erde einsetzt. Nach ihrem Professionsverständnis muss sich die SKA für NE einsetzen und sollte sich deshalb als Transformationsprofession positionieren und vor allem in lokalen Handlungsfeldern einbringen.